05.07.2002

TAUZIEHEN

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ICANN-Zukunft unklar

Bei der ICANN-Versammlung in Bukarest wurden letzte Woche diverse Reformen beschlossen. Künftig wird es keine direkt gewählten User-Vertreter in der ICANN mehr geben.

Vielmehr werden die 19 Direktoren von technischen und wirtschaftlichen Vertretungsorganisationen, Regierungen und Non-Profit-Organisationen entsandt werden.

Dabei ist die Zukunft der ICANN überhaupt in Frage gestellt. Die Organisation beruht auf einer Vereinbarung mit der US-Regierung aus dem Jahr 1998, die im September ausläuft.

Nun haben einige US-Politiker gefordert, die Agenden der ICANN wieder der US-Regierung zu übertragen, den Vertrag also nicht zu verlängern.

Malawi komplettiert Quartett

Besonderen Rückhalt genießt die ICANN aber auch in anderen Ländern nicht. Erst vier Länder haben mit der ICANN Verträge bezüglich ihrer Länderdomains geschlossen: Japan, Australien, Burundi und, erst letzte Woche, Malawi.

Während die ICANN Verantwortungsbewusstsein einfordert und die Länder-NICs stärker kontrollieren möchte, wollen diese ihre Autonomie eher noch ausbauen. Man wolle keine globalen Lösungen für lokale Probleme, heißt es beispielsweise aus Neuseeland.