04.07.2002

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Wie Spammer E-Mail-Adressen traden

Unerwünschte Werbemails werden als Spam bezeichnet. Wer einmal Spam erhalten hat, weiß, dass die Werbeflut ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zu stoppen ist.

Der Grund: Die Spammer treiben untereinander einen schwunghaften Handel mit E-Mail-Adressen. Dabei wird bis zu einem USD pro Adresse bezahlt, berichtet Wired.com. Ein erster Schritt im Kampf gegen Spam ist daher, die Connections der unbeliebten Belästiger zu entlarven.

Adressen aus dem Netz

Für viele User ist es ein Rätsel, wie ihre E-Mail-Adresse in den Verteiler gelangt ist.

Die häufigsten Quellen sind öffentlich zugängliche Foren auf Webseiten und Newsgroups. Die unliebsamen Massenmailer setzen spezielle Software ein, die dort laufend nach neuen Adressen fahndet.

Auch schlecht gewartete Mailserver erleichtern es, über eine zentrale Adresse alle angeschlossenen Postfächer zu erreichen.

Fighting Spam

Der Kampf gegen Spam wird an mehreren Fronten geführt. Neben der politischen Ebene gibt es verschiedene Selbsthilfemöglichkeiten.

Keinesfalls sollte man auf Spam-Mails antworten, um sich zu beschweren oder von dem vermeintlichen Verteiler "abzumelden¿. Damit vervielfacht man nur den Wert der Adresse, da bewiesen wird, dass die E-Mails tatsächlich von jemandem gelesen werden.

Skrupel[los]

Viele Unternehmen kaufen oft in gutem Glauben eine Liste angeblich interessierter Kunden. Tatsächlich erwerben sie in vielen Fällen aber illegal zusammengestellte Datenbanken. Deren Vertreiber sind nur daran interessiert, aus den gesammelten Daten Kapital zu schlagen.