Wie Spammer E-Mail-Adressen traden
Unerwünschte Werbemails werden als Spam bezeichnet. Wer einmal Spam erhalten hat, weiß, dass die Werbeflut ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zu stoppen ist.
Der Grund: Die Spammer treiben untereinander einen schwunghaften Handel mit E-Mail-Adressen. Dabei wird bis zu einem USD pro Adresse bezahlt, berichtet Wired.com. Ein erster Schritt im Kampf gegen Spam ist daher, die Connections der unbeliebten Belästiger zu entlarven.
Das Spam-Netzwerk
Der Anti-Spam-Aktivist Bob West pflegt eine "Landkarte" der
Spammer und ihrer Kumpanen. Für ihn sind sie ein "inzestuöser
Haufen". Aktuell liegt die Karte in der Version 3.2 vor.
Spamdemic MapAdressen aus dem Netz
Für viele User ist es ein Rätsel, wie ihre E-Mail-Adresse in den Verteiler gelangt ist.
Die häufigsten Quellen sind öffentlich zugängliche Foren auf Webseiten und Newsgroups. Die unliebsamen Massenmailer setzen spezielle Software ein, die dort laufend nach neuen Adressen fahndet.
Auch schlecht gewartete Mailserver erleichtern es, über eine zentrale Adresse alle angeschlossenen Postfächer zu erreichen.
Apokalypse
Auf Wired.com wird auch Bob Wests apokalyptische Vision des
Mail-Kollapses publiziert. Durch "promiskuitiven" Tausch von
Adressen sollen angeblich noch binnen eines Jahres unsere Mailboxen
nutzlos werden.
How one spam leads to anotherFighting Spam
Der Kampf gegen Spam wird an mehreren Fronten geführt. Neben der politischen Ebene gibt es verschiedene Selbsthilfemöglichkeiten.
Keinesfalls sollte man auf Spam-Mails antworten, um sich zu beschweren oder von dem vermeintlichen Verteiler "abzumelden¿. Damit vervielfacht man nur den Wert der Adresse, da bewiesen wird, dass die E-Mails tatsächlich von jemandem gelesen werden.
Unterschiedliche Ansätze
Neben klassischer Filtersoftware ist ein Tool im Teststadium, mit
dem User in aller Welt gemeinsam Spam bekämpfen können.
Software gegen SpamRobinson
Von der klassischen Postwurfsendung abgeschaut wurde das System
der Robinson-Listen. Durch einen Eintrag seiner Adresse soll man
sich vor virtuellen Werbeverteilern schützen können. Gegen die
schwarzen Schafe der Branche hilft das aber kaum.
Deutsche RobinsonlistSkrupel[los]
Viele Unternehmen kaufen oft in gutem Glauben eine Liste angeblich interessierter Kunden. Tatsächlich erwerben sie in vielen Fällen aber illegal zusammengestellte Datenbanken. Deren Vertreiber sind nur daran interessiert, aus den gesammelten Daten Kapital zu schlagen.
Monty Python
Die Ursprünge des Wortes Spam in Zusammenhang mit unerwünschten
Angeboten werden gemeinhin in einem Sketch der legendären Monty
Pythons vermutet.
I don't like spam!
