PGP soll Open-Source-Status erhalten
Philip R. Zimmermann, der Entwickler des Verschlüsselungsprogrammes Pretty Good Privacy [PGP], fordert den momentanen Besitzer Network Associates [NAI] dazu auf, PGP als Open-Source zur Verfügung zu stellen.
Zimmermann fehlt das Geld, um PGP zurückzukaufen
NAI hat letztes Jahr den Versuch aufgegeben, PGP doch noch zu
einem profitablen Geschäft zu machen. Zimmermann würde seine
Entwicklung gerne zurückkaufen, aber leider verfügt er nicht über
ausreichend finanzielle Mittel. Die Veröffentlichung des Codes wäre
eine Alternative, mit der er leben könnte, erklärte Zimmermann in
einem Interview.
Network Associates gibt PGP aufNAI will PGP weiter verkaufen
Douglas Hurd, NAI Senior Product Manager für Desktop Firewall und E-Business Server, sieht in der näheren Zukunft keine Chance, PGP als Open-Source zur Verfügung zu stellen. PGP wird von NAI noch immer in Form von E-Business Servers [der Command Line Version von PGP] verkauft.
Wenn PGP Open-Source-Status erhält, würde dieses noch entwicklungsfähige Geschäft gestoppt werden.
Zimmermann hingegen meint, NAI könnte das Desktop Produkt [SDK und Graphical User Interface] als Open-Source zur Verfügung stellen und die Command Line Version weiter in ihren E-Business Servers verwenden.
Homepage von Phil ZimmermannSuche nach Investoren
Wenn Zimmermann Investoren findet, mit deren Hilfe er PGP zurückkaufen kann, will er es, wie schon einmal geschehen, als Source Code veröffentlichen, aber nicht als Open-Source. Die Veröffentlichung als Source Code soll Transparenz gewährleisten und sicher stellen, dass keine Hintertüren vorhanden sind.
Außerdem möchte er einen juristischen Mechanismus in die Lizenz einbauen, der dazu führt, dass im Fall des Konkurses der neuen Firma oder eines Entwicklungsstopps, PGP vollen Open-Source-Status erhält. Diese Konditionen sollen auch an einen möglichen Käufer weitergegeben werden.
