Bessere Kennzeichnung von Werbelinks
Die Federal Trade Commission [FTC] der USA fordert Suchmaschinen zur eindeutigen Kennzeichnung von Sponsoren und bezahlten Links in den Suchergebnissen auf.
Für viele Konsumenten seien die diffusen Bezeichnungen für Werbungen bei einer Suche nicht verständlich.
Mehrere Suchmaschinen haben Sponsoring-Kooperationen oder eigene bezahlte Listen. Die jeweiligen Unternehmen werden bei einer Suche zu den regulären Ergebnissen hinzugefügt.
Die FTC ist der Meinung, dass die bisherige Kennzeichnung dieser bezahlten Ergebnisse nicht ausreicht.
Betroffene Suchmaschinen
Die Aufforderung der FTC, die Kennzeichnung klarer zu gestalten,
erging an die Suchmaschinen von AltaVista, AOL Time Warner,
iWon.com, Looksmart, Terra Lycos und Direct Hit, das jetzt Teil von
Teoma ist. Aufgegriffen wurde das Thema durch eine Klage der
Non-Profitorganisation Commerzial Alert, die sich gegen die
Kommerzialisierung verschiedener Lebensbereiche wendet.
Commercial AlertNur Google erfüllt Standards
Bei vielen Suchmaschinen sind die bezahlten Schaltungen [Sponsoring, Werbung] kaum von den eigentlichen Suchergebnissen zu unterscheiden. Teilweise werden sie als "sponsored links" bezeichnet, oft aber auch eher vage als "featured links".
Bei AltaVista sind sie den eigentlichen Ergebnissen als "Products and Services" vorangestellt. Ein sehr kleiner "Info"-Button führt zur Aufklärung über die dubiosen Links.
AOL Time Warner bezeichnet die Forderung der FTC als "nicht länger relevant", weil die Suchmaschinen des Konzerns derartige Links seit kurzem als "sponsored links" kennzeichnen.
Laut Commercial Alert-Direktor Gary Ruskin ist Google die einzige Suchmaschine, die die Standards der FTC schon jetzt erfüllt.
