01.07.2002

ÜBERNOMMEN

PixelNet AG beantragt Insolvenzverfahren

Nach der Zahlungsunfähigkeit der Photo Porst AG hat nun auch das Mutterunternehmen PixelNet AG Insolvenz beantragt.

Der Gang des Fotodienstleisters zum Amtsgericht Dessau sei notwendig geworden, weil die vorgesehene Rückführung von Darlehen durch Photo Porst an die Muttergesellschaft nicht beziehungsweise nicht fristgerecht erfolgen könne.

Übernommen

Die PixelNet AG hatte den traditionsreichen Foto-Filialisten Photo Porst Anfang 2001 übernommen. Anfang vergangener Woche stellte dieser einen Insolvenzantrag. Derzeit laufen Bemühungen, den fränkischen Fotofilialisten mit rund 1.100 Mitarbeitern und 400 Franchise-Nehmern zu retten.

PixelNet gilt als Spezialist für die Erstellung von Papierabzügen digital aufgenommener Fotos und hatte zum Jahresende 2001 knapp 1.400 Mitarbeiter.

In das Geschäftsjahr 2002 war das Unternehmen mit einem kräftigen Verlust gestartet. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern lag im ersten Quartal 2002 bei minus 7,3 Millionen Euro, der Umsatz kletterte um 13,6 Millionen auf 44,2 Millionen Euro.

Die PixelNet-Aktie brach am Neuen Markt weiter ein und verlor fast die Hälfte des Kurswerts vom Freitag. Am Montagnachmittag notierte das Papier bei 16 Cent nach 28 Cent zum Börsenschluss am Freitag. Der höchste Aktienkurs in den vergangenen zwölf Monaten betrug 6,45 Euro.