Längere Telekom-Flaute befürchtet
Der weltweite Handy-Absatz wird nach Einschätzung von Siemens-Chef Heinrich von Pierer in diesem Jahr nicht so stark steigen wie erwartet.
"Bei Mobiltelefonen wird es in diesem Jahr - wenn überhaupt - nur ein ganz leichtes Wachstum geben. Ich rechne mit einem Absatz von leicht über 400 Millionen Geräten", sagte von Pierer dem "Handelsblatt".
Handy-Wachstum stagniert
Auf der Computermesse CeBIT im Frühjahr war Siemens von einem
weltweiten Absatz von rund 420 Millionen Geräten ausgegangen. Im
vergangenen Jahr waren es nach Angaben von Marktforschern knapp 400
Millionen Geräte.
Heuer weltweit 420 Mio. neue HandysDeutliche Belebung frühestens 2004
Der Telekommunikationsmarkt wird sich nach Einschätzung von Pierer nicht schnell erholen. Dennoch gehe er davon aus, dass die Investitionen der Telekommunikationsbetreiber wieder anziehen werden. "Bis zu einer deutlichen Belebung kann es aber noch dauern, möglicherweise 18 Monate oder sogar noch länger."
Siemens muss nach Worten von Pierer nicht befürchten, eines Tages wie die US-Unternehmen Enron, WorldCom oder Xerox in einen Bilanzskandal verwickelt zu werden. "Siemens ist mittlerweile eines der transparentesten Unternehmen überhaupt. Das bestätigen mir Finanzanalysten."
