150.000 Internet-Cafes vor dem Aus
Nach einem Brand in einem Internet-Cafe in Peking wollen die Behörden in China rund 150.000 ohne Lizenz betriebene Lokale für Internetsurfer schließen.
Bis Ende August sollen die ohne Lizenz betriebenen Internet-Cafes zugemacht und die Betreiber und Vermieter strafrechtlich verfolgt werden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag.
Brand in Internet-Cafe
Bei dem Brand Anfang Juni waren 24 Menschen getötet und 13 zum
Teil schwer verletzt worden. Das Cafe wurde wie die meisten in China
illegal betrieben. Zahlreiche Internet-Cafes wurden nach dem Vorfall
von den Behörden geschlossen.
Peking schließt Internet CafesFiltersysteme alarmieren Polizei
Nur rund 46.000 von den geschätzten 200.000 Internet-Cafes in China sind offiziell gemeldet.
Am Freitag berichtete eine Menschenrechtsorganisation, dass die Betreiber von Internet-Cafes jetzt alle Computer mit Filtersystemen ausstatten müssen, die ungefähr 500.000 Web-Seiten blockieren und gleichzeitig die Polizei über das versuchte Aufrufen verbotener Seiten informieren.
Schon zuvor hatten die meisten Internet-Provider alle indizierten politischen und "sittenwidrigen" Seiten herausgefiltert.
