"Kristallkugel" als 3D-Display
Das US-Unternehmen Actuality Systems hat dem Bildschirm eine ganz neue Form verpasst.
Im Gegensatz zu den bisherigen, flachen Bildschirmen sieht der Basketball-große Monitor "Perspecta" aus wie eine Kristallkugel und kann 3D-Modelle und Animationen darstellen.
27 Kilogramm schwer
Die Kristallkugel mit Sockel ist satte 27 Kilogramm schwer. Der
Sockel misst 61 mal 23 Zentimeter und die Kugel selbst hat einen
Durchmesser von 51 Zentimetern.
Actuality SystemsBild mit Durchmesser von 25 Zentimetern
Damit das Bild für das menschliche Auge 3-dimensional erscheint, benutzt Perspecta eine Sammlung von proprietären Algorithmen, um die 3D-Daten in ein Format aufzuspalten, das in drei räumliche Dimensionen repliziert werden kann. Ein Projektor überträgt die Daten dann mit 5.000 Frames per Second auf einen rotierenden Transparenzschirm.
Das Bild mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern setzt sich aus 198 zweidimensionalen Einzelbildern zusammen, mit einer Aufösung von jeweils 768 mal 768 Pixeln.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren benötigt man bei dieser Technologie keine 3D-Brillen und ist auf keinen bestimmten Blickwinkel festgelegt.
Erster Käufer: Forschungslabor der US-Army
Erster und einziger Käufer der Kristallkugel bisher ist ein
Forschungslabor der US-Army. Die Kristallkugel mit eigenem
eingebauten Rendering Kernel, die die US-Army verkauft wurde, ist
auf einer stabilen rollenden Plattform montiert, die das Display und
eine IBM IntelliStation M Pro Graphics Workstation mit einklappbarer
Tastatur, Joystick und einem Flachbildschirm, trägt.
Das Forschungslabor der US-ArmyKostenpunkt: 40.000 USD
Perspecta kostet im Moment noch saftige 40.000 USD, das Unternehmen ist jedoch zuversichtlich, die Kosten so weit reduzieren zu können, dass das Gerät auch für normale Kunden wie zum Beispiel Gamer erschwinglich wird.
"Die Kosten für die einzelnen Komponenten werden auf jeden Fall sinken," sagt Gregg Favalora, Mitbegründer von Actuality Systems. "Wir glauben, dass unser Monitor in Zukunft ein ganz normales Desktop-Gerät sein wird."
Bis Perspecta für den Massenmarkt tauglich ist, wird wohl noch einige Zeit verstreichen. Nicht nur die Herstllungskosten müssen reduziert werden, auch die Technologie selbst muss noch wesentlich verbessert werden.
Im Moment können die Bilder in der höchsten Auflösung erst in acht Farben dargestellt werden und auch die Helligkeit und der Kontrast müssen noch verfeinert werden.
