Schach als Deathmatch
Das Computermagazin c't lässt derzeit zwei Computer gegeneinander in Schach antreten.
An Hardwareplattformen tritt ein AMD-Dualprozessorsystem gegen eine Intel-Dualprozessormaschine an.
Als handelnde "Personen" des Deathmatches wurden die von ChessBase vertriebenen Schachprogramme Shredder 6 und Deep Fritz 7 ausgewählt, die in der unabhängigen Computerrangliste der SSDF ganz weit vorn liegen.
Schachprogramme und mehrere Prozessoren
Dies sind bislang die einzigen handelsüblichen Spitzenprogramme,
die Mehrprozessorsysteme unterstützen. Das bekannte Schachprogramm
Deep Blue von IBM hingegen läuft nur auf AIX-RS/6000-Rechnern, die
dafür mit bis zu 256 Schachprozessoren aufgerüstet und ihrerseits
wieder vernetzt werden können.
Die SSDF-Rangliste
Die Hardware-KonfigurationComputerschach online verfolgen
Ein Java-Applet zeigt online neben der Partie und dem Spielstand auch eine Bewertung der gerade aktuellen Stellung an.
"c't" gibt jedem Programm eine Bedenkzeit von zehn Minuten pro Partie plus zwei Sekunden Aufschlag für jeden Zug, sodass eine Partie ungefähr 25 Minuten dauert. Ein Match geht über 24 Stunden, in denen rund 55 Partien gespielt werden.
Jeden Tag eine neue Partie
Danach werden die Programme ausgewechselt. Die gewählte
Zeitkontrolle soll einerseits gewährleisten, dass Zuschauer den
Partien noch folgen können, andererseits aber auch zu einer
statistisch signifikanten Anzahl von Spielen pro Rechner und
Programm führen.
Einblick in die Funktion eines SchachprogrammsGleiche Bedingungen
Die Probanden haben gleiche Bedingungen erhalten, also identische Eröffnungsbücher, Endspieldatenbanken und Speicherplatz. Vor dem Beginn eines jeden Matches werden alle vorher angelegten Lerndateien gelöscht.
"Angesichts des illustren Teilnehmerfeldes und der verwendeten Rechner kann man wohl ohne zu übertreiben behaupten, dass im c't-Labor derzeit das stärkste Blitzschach auf diesem Planeten gespielt wird - auch Kasparow könnte da nicht mehr mithalten", lobt sich das Magazin.
Das Schachduell
