27.06.2002

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Shanghai schließt 244 Internet-Cafés

Etwa zwei Wochen nach dem verheerenden Brand in einem Internet-Cafe in Peking haben die Behörden in Shanghai 244 Internet-Bars geschlossen.

Als Grund dafür wurden Sicherheitsmängel angegeben, berichtete die Zeitung "Shanghai Daily" am Donnerstag. Mitte Juni waren bei dem Feuer in einem illegal geführten Internet-Cafe in der Hauptstadt 24 Menschen ums Leben gekommen. Die Polizei verdächtigt zwei Jugendliche als Brandstifter.

Die Shanghaier Behörden überprüften dem Bericht zufolge insgesamt etwa 1300 dieser Einrichtungen. Alle geschlossenen Betriebe könnten wieder öffnen, wenn sie ihre Feuerschutzvorrichtungen verbesserten, hieß es.

Gesetze immer weiter verschärft

Chinas Führung hat die Gesetze für die Zulassung von Internet-Bars immer weiter verschärft, um Online-Verbindungen der Bürger besser kontrollieren zu können. So müssen die Betreiber etwa Genehmigungen bei mehreren Ämtern beantragen.

Das komplizierte Verfahren hat nach Ansicht der chinesischen Internet-Vereinigung die Zahl der illegalen Cafes steigen lassen. Der staatliche Verband forderte Presseberichten zufolge daher eine Vereinfachung bei der Zulassung.