24.06.2002

GLAS

Bildquelle: kpnqwest

KPNQwest-Netz erweist sich als zäh

Das Netzwerk des insolventen niederländischen Kabelunternehmens KPNQwest funktioniert in weiten Teilen noch immer, obwohl die Konkursverwalter am Freitagabend ihr Bemühen um Aufrechterhaltung des Betriebs eingestellt hatten.

Lediglich in Deutschland habe es am Sonntag eine kurze Störung gegeben, sagte Konkursverwalter Eddie Meijer. Entlassene Mitarbeiter hielten das Netz in Gang.

Außerdem seien Drohungen des Energielieferanten Nuon, die Stromlieferung einzustellen, nicht verwirklicht worden.

Den Angaben zufolge beraten morgen Konkursverwalter aus mehreren europäischen Ländern in Amsterdam über Möglichkeiten zum Verkauf des Netzes oder Teilen davon.

Interessenten

Auf Initiative des früheren KPNQwest-Vizepräsidenten Ewout Mogendorff soll die niederländische Investorengruppe Trimoteur zusammen mit anderen Ex-Mitarbeitern Interesse an einer Übernahme angemeldet haben.

Die Zeit zur Entscheidung drängt, da am Mittwoch in Frankreich eine juristische Frist abläuft, verlautete in der Zentrale des verschuldeten Unternehmens. In der Vergangenheit waren das US-Unternehmen AT&T sowie der Mutterkonzern KPN als wichtige Interessenten für das Kabelnetz genannt worden.