KPNQwest-Reanimation aufgegeben
Die Konkursverwalter des insolventen niederländischen Kabelunternehmens KPNQwest haben ihre Versuche zur Rettung des Netzwerk-Betriebs eingestellt.
Ihre Entscheidung vom Freitagabend folgte auf die Abweisung ihres Antrags vor Gericht, Banken zur Freigabe von Millionenbeträgen für die Finanzierung eines Notplans zu zwingen. Der Gerichtspräsident von Amsterdam hatte entschieden, dass die Banken das Geld nicht herausgeben müssten. Damit endete die Geschichte des von den Telekomkonzernen KPN und Qwest gebildeten Unternehmens nach drei Jahren und zwei Monaten.
25.000 Kilometer Glas
Mit der Gerichtsentscheidung fehlte den Konkursverwaltern das
Geld, um das 25.000 Kilometer lange Glasfaser-Breitband-Netzwerk des
mit 2,2 Milliarden Euro verschuldeten Anbieters von
Datenkommunikationsdiensten weiter in Betrieb zu halten. Ohne
Aufrechterhaltung des Netzbetriebs verringerten sich aber die
Chancen, KPNQwest als Ganzes oder in Teilen zu attraktiven Preisen
zu verkaufen, hatten die Konkursverwalter erklärt.
KPNQwestKeine neuen Kredite
Versuche in letzter Minute, Banken zu neuen Krediten für eine Überbrückungszeit zu bewegen, blieben am Freitag erfolglos. Dennoch werden die Bemühungen der Konkursverwalter fortgesetzt, KPNQwest zumindest in Teilen noch zu verkaufen. Zu den wichtigsten Interessenten zählt die niederländische Presse weiter das US-Unternehmen AT&T sowie das niederländische Mutterunternehmen des insolventen Betriebs, KPN.
