23.06.2002

TREND

Bildquelle: orf on

Hardware-Player setzen auf WLANs

Schon seit rund eineinhalb Jahren ist immer wieder zu hören, dass sich lokale Funknetzwerke [WLANs] zu einer ernsthaften Konkurrenz für UMTS entwickeln könnten.

Dieses Horrorszenario für die Mobilnetzbetreiber, die allein für die UMTS-Lizenzen Milliarden ausgegeben haben, war bislang allerdings eher theoretischer Natur, da zwar die technischen Voraussetzungen durchaus vorhanden sind, der Betrieb von WLANs aber vor allem von kleinen Unternehmen vorangetrieben wurde, die nicht das Potenzial haben, die lokalen Netze im großen Maßstab miteinander zu verbinden.

Dieses Bild ändert sich jetzt, weil immer deutlicher wird, dass die großen Computer-Konzerne in den WLANs ihre Chance für den Einstige in die drahtlosen Netze sehen.

So haben IBM, Hewlett Packard, Compaq und Cisco jeweils Pläne angekündigt, im großen Maßstab in die WLAN-Technologie und Betreiber-Modelle zu investieren.

Das Roaming-Problem

WLANs an Hotspots vermehren sich derzeit rasant, allerdings hat die Technik noch ein gravierendes Handicap: Von Roaming oder einem übergreifenden Abrechnungssystem sind die Netze weit entfernt.

Dies will aber beispielsweise IBM jetzt ändern und dafür ein Service anbieten, mit denen die einzelnen Knoten verbunden werden und dafür gesorgt wird, dass der Betrieb reibungslos läuft und zudem skalierbar ist.

Spiele im WLAN

Hewlett Packard entwickelt unterdessen fleißig mobile Dienste, die über WLANs laufen und nicht mehr auf Geschäftskunden sondern eher auf spielwillige Jugendliche abzielen.

So entwickeln die Hewlett-Packard-Labs in Bristol mobile, ortsabhängige Online-Spiele und an der Universität von San Diego erprobt der Konzern einen Friend-Finder auf Handheld-Basis.

HP und Cisco

Und auch zusammen mit Cisco will HP in den Markt für Wireless LANs einsteigen. Dazu haben die Unternehmen [noch zu Compaq-Zeiten] eine WLAN-Lösung vorgestellt, die zuverlässige, sichere und schnelle Mehrwertdienste für Geschäftsreisende unterwegs bieten soll.

Die Rolle HPs ist dabei die des Integrators, der für das Design, die Implementierung und den Betrieb des "Cisco Mobile Office" [CMO] verantwortlich zeichnet.