Preiskampf bei Notebooks geht weiter
"Geiz ist geil"-Mentalität wächst laut Toshiba
Toshiba hat seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/2006 [per 31. März] in Österreich um neun Prozent auf knapp 25 Mio. Euro gesteigert.
Bei den Stückzahlen gab es ein Plus von 25 Prozent, was auf die "dramatisch sinkenden Durchschnittspreise" bei Notebooks zurückzuführen sei. "Österreich ist der am härtesten umkämpfte Markt, aber auch der am höchsten entwickelte. Die Kurve wird daher flacher", erklärte Hannes Schipany, Geschäftsführer von Toshiba Computer Systems Österreich.
Für das laufende Jahr strebt das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von sechs bis sieben Prozent an, die Stückzahlen sollen um 15 Prozent - und damit stärker als der Gesamtmarkt, für den zwölf Prozent prognostiziert werden - zulegen.
Notebooks überholen Desktop-Rechner
Inzwischen würden mehr Notebooks als Desktop-Computer verkauft, die mobilen Rechner hätten im vergangenen Jahr um 13 Prozent zugelegt, bei den Standcomputern habe es hingegen einen Rückgang um fünf Prozent gegeben.
Toshiba ist laut eigenen Angaben die Nummer fünf am heimischen Notebook-Markt. Bei Geschäftskunden, die nur mehr für rund 40 Prozent des Geschäfts in Österreich verantwortlich sind, liegt das Unternehmen auf Rang drei.
Vor wenigen Jahren sei Toshiba noch sehr auf Großkunden ausgerichtet gewesen, inzwischen hätten der Consumer-Bereich sowie Klein- und Mittelunternehmen als Zielgruppen an Bedeutung gewonnen.
Preiskampf auch bei Markenherstellern
Der anhaltende Preiskampf setze inzwischen auch den Qualitätsanbietern zu, da die "Geiz ist geil"-Mentalität bereits auf den Geschäftskundenbereich durchschlage. Es sei schwierig zu vermitteln, dass die Anforderungen an Notebooks in den Unternehmen nicht von "Billig-Rechnern" erfüllt werden könnten. Toshiba werde sich aber am Preiskampf "nicht mit aller Gewalt" beteiligen.
Ab Herbst sollen erste Toshiba-Notebooks mit integriertem UMTS auf den Markt kommen.
(APA)
