Software kennt alle Antworten
Wissenschaftler der Cambridge University haben eine Software entwickelt, die vor allem den Support für Internet-Nutzer bei Fragen zu einer Homepage deutlich verbessern soll.
Das System, genannt "Metafaq", kann E-Mail-Anfragen selbstständig beantworten oder Usern bei der Informationssuche auf einer Homepage behilflich sein. Menschliches Zutun soll so stark reduziert und schließlich komplett ersetzt werden.
Nach Angaben des Entwicklers Davin Yap funktioniert das System zwar mit künstlicher Intelligenz, es soll jedoch Fragen genauso gut wie ein Mensch beantworten können. "Es erleichtert den Usern die Suche und kann einschätzen, welche Fragen sie stellen werden."
MetafaqAutomatischer Playstation-Support
Konkret soll Metafaq künftig für den technischen Support auf der Playstation-Homepage von Sony eingesetzt werden. Ruft man die Seite in Zukunft auf, kann man entweder in der Wissensdatenbank von Metafaq blättern oder konkret Fragen per E-Mail stellen.
Simple Fragen, wie ob die Playstation 2 DVD-tauglich ist oder wann ein neues Spiel veröffentlicht wird, können so gleich von dem System beantwortet werden.
Nach Erfahrungen von Sony soll Metafaq in Zukunft 85 Prozent aller User-Anfragen selbstständig erledigen. Erst wenn das System keine Antwort auf eine Frage findet, wird die E-Mail an einen menschlichen Sony-Mitarbeiter weitergeleitet. Die beantwortete E-Mail wir dann wieder an Metafaq zurückgeschickt und seiner Datenbank hinzugefügt.
Kundenservice rund um die Uhr
"Die meisten der Anfragen an uns beziehen sich auf sehr ähnliche
Dinge, und mit dem neuen System können wir unseren Kunden eine Menge
Zeit und Mühe sparen, indem wir einen 24-Stunden-Support sieben Tage
die Woche bieten," sagt Ray Maguire, der Geschäftsführer von Sony in
Großbritannien.
PlaystationBei Behörden und in der Medizin
An der Cambridge University wird das System bereits testweise dazu benutzt, die Fragen der Studenten zu beantworten.
Metafaq soll später auf Homepages von Behörden zum Einsatz kommen und auch im medizinischen Bereich bei Fragen zur post-operativen Pflege laufen bereits erste Versuche.
