Datenbank gegen Sexualverbrecher
Eine spezielle Datenbank soll helfen, Sexualverbrechen aufzuklären.
Das Programm ViCLAS [Violent Crime Linkage Analysis System] soll es in Österreich möglich machen, durch das Aufzeichnen und Vergleichen von Verhaltensweisen auf die Spur eines Täters zu kommen.
Auf Formblättern werden bei Verdacht eines Serienverbrechens [bei Sexualdelikten automatisch] wichtige Tatort-Einzelheiten aufgelistet und später per Computer vernetzt. In Österreich ist ViCLAS seit dem Jahr 2000 im Einsatz, zuvor gab es seit 1997 einen Testbetrieb.
"Handschrift" des Täters erfasst
ViCLAS konzentriert sich nicht zuletzt deshalb auf Sexualverbrechen, weil bei solchen Taten die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung sehr groß ist. Erfasst werden vorwiegend Tatortinformationen und Hinweise auf die "Handschrift" des Täters.
Datenbank nicht personenorientiert
Es handelt sich nicht um eine personenorientierte Straftäter-Kartei. Das Programm ist ein reines Analyse-System. Entwickelt wurde die EDV-Datenbank ursprünglich von der kanadischen Polizei.
ViCLAS vergleicht die Fälle miteinander und stellt etwaige Parallelen zwischen einzelnen Taten fest. Zudem gibt die Datenbank Aufschluss darüber, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die verschiedenen Verbrechen von ein- und derselben Person begangen wurden.
Zur Durchforstung Tausender Daten braucht der Computer wenige Sekunden. Früher arbeiteten Beamte an solchen Anfragen Wochen, wenn nicht Monate.
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