Handy-Markt in Westeuropa gesättigt
Die Zahl der Mobilfunkkunden in Westeuropa wächst nur noch marginal.
Laut einer jüngsten Studie des internationalen Marktforschers Gartner Dataquest ist die Zahl der Mobilfunkanschlüsse in Westeuropa im ersten Quartal dieses Jahres nur noch um 1,3 Prozent gestiegen.
Zu Beginn des Vorjahres hatte das Wachstum noch 6,5 Prozent betragen.
Drei Viertel mit Mobilfunkanschluss
Der Markt zeigt sich damit bereits weitgehend gesättigt. Im
Schnitt haben bereits mehr als drei Viertel [75,2 Prozent] einen
Mobilfunk-Anschluss. Die Penetration ist gegenüber Anfang 2001 von
67 Prozent auf 75,2 Prozent gestiegen.
Konsolidierung im Mobilfunksektor82 Prozent der Österreicher mit Handy
In Österreich liegt die Marktdurchdringung derzeit bei rund 82 Prozent.
Bereits im Gesamtjahr 2001 ist das Wachstum bei Mobilfunkanschlüssen bereits von 57,4 auf 19,5 Prozent zurückgegangen. Laut Gartner wird der Abwärtstrend der jährlichen Wachstumsrate in den nächsten vier Jahren weiter anhalten.
"Das sinkende Wachstum ist ein warnendes Signal an die Netzbetreiber, ihre Business-Modelle zu verändern. Neue Umsätze müssen außerhalb der Sprachtelefonie generiert werden", so die Marktforschung.
UMTS ist kein Allheilmittel
Gleichzeitig warnt Gartner jedoch davor, zu früh auf hochtechnologische Angebote zu setzen. Man erwarte eine gewisse "Upgrade-Müdigkeit" unter den Konsumenten in den nächsten 18 Monaten, meinte Gartner-Vizepräsident Nick Jones.
Um die Flut aller neuen Anwendungen nutzen zu können, müssten die Kunden alle sechs Monate ein neues Gerät kaufen. "Bei Preisen von rund 500 Euro pro Gerät können sie aber mit dem Widerstand der Konsumenten rechnen", sagte Jones bei einer Mobiltechnologiekonferenz in Kopenhagen.
