20.06.2002

PSYCHOSE

Bildquelle: RT

Software simuliert gestörte Wahrnehmung

Forscher der University of Queensland haben eine Software entwickelt, die räumlich sichtbar macht, wie Menschen mit einer Psychose die Welt wahrnehmen.

Ein Großteil der Patienten mit psychotischen Symptomen "hört" Stimmen und lebt mit Halluzinationen. Ärzten soll mit der Simulationssoftware ein Tool in die Hand gegeben werden, sich besser in die Krankheit einfühlen zu können.

Auch das Interesse der Pharmafirmen, neue Behandlungsmöglichkeiten bei Psychosen zu entwickeln, ist groß. Eli Lilly fördert das Projekt mit einem Dreijahreszuschuss von 180.000 australischen Dollar.

Ein anderer Blick

Das Programm modelliert am Computer einen realen Raum, der auf eine halbrunde Leinwand projiziert wird. In diesem Zimmer ist es Medizinern möglich, all das geschehen zu lassen, was der Patient beschreibt.

Dazu zählen räumliche Soundgeräusche, die von Flüstern bis hin zu Missklängen reichen, 3-D-Darstellungen sowie so genannte Morphing-Programme, um Gesichter und Objekte verzerrt darstellen zu lassen.

In Summe soll auf diesem Weg eine virtuelle Welt entstehen, die die Illusionen des Psychose-Patienten widerspiegelt.