17.06.2002

WEN WUNDERT¿S

Bildquelle: waldt

Immer mehr E-Mails ungelesen in den Müll

Durch die steigende Anzahl an eingehenden E-Mails werden diese laut dem Markforschungsinstitut marketagent.com immer häufiger ungelesen gelöscht. Wirklich gelesen werden derzeit immerhin noch 77,6 Prozent aller E-Mails.

Als größten Störfaktor bei der E-Mail-Kommunikation empfinden die User [42,3 Prozent] einen nicht aussagekräftigen Betreff [42,3 Prozent].

Entscheidungskriterien

Der Absender ist laut der Studie das mit Abstand wichtigste Entscheidungskriterium, ob ein E-Mail gelesen wird oder nicht: Knapp neun von zehn Befragten bewerten die Herkunft der elektronischen Post als "sehr wichtig" in der Entscheidung, ob eine Nachricht umgehend in den Papierkorb wandert.

Außer einen nicht aussagekräftigen Betreff kritisieren die befragten Nutzer vor allem unhöfliche Formulierungen [26,1 Prozent], die Verwendung von Abkürzungen [24,1 Prozent] sowie übertriebene Länge [21,2 Prozent]. Eine fehlende persönliche Andrede wird hingegen nur von einer Minderheit [11,8 Prozent] bemängelt.

Die elektronische Post geht vor allem auf Kosten des konventionellen Briefverkehrs. So geben knapp 84 Prozent der heimischen Surfer an, durch die Verwendung von E-Mail weniger persönliche Briefe zu schreiben. Auch zu Fax [57,3 Prozent] und Telefon [43,2 Prozent] wird seltener gegriffen. Dass sich durch den Einsatz von E-Mails die Anzahl der persönlichen Treffen reduziert hat, geben aber nur 15 Prozent an. Bei Frauen sind dies sogar nur zwölf Prozent.