Fokus auf langfristiges Wachstum
Nokia wird nach Einschätzung von Experten auf der Analystenkonferenz am Donnerstag die im Vergleich zur Konkurrenz gute Entwicklung des Unternehmens und seine langfristigen Wachstumsperspektiven betonen. Zugleich werde Nokia aber die Prognose geringerer Umsätze für 2002 bekräftigen.
Bei der halbjährlichen Erläuterung der Strategie am Donnerstag vor Analysten in Helsinki dürfte Nokia vor allem versuchen, die Analysten davon zu überzeugen, dass Wachstum im Telekom-Bereich nicht der Vergangenheit angehört.
Nokia werde die eigene Entwicklung im Branchenvergleich hervorheben, sich zugleich aber nur zurückhaltend zum Markt äußern, sagten ein Aktienanalyst.
Analysten gehen davon aus, dass Nokia angesichts der erst in der vergangenen Woche deutlich nach unten revidierten Umsatzerwartungen für das zweite Quartal auch die Erwartungen für das Gesamtjahr zurücknehmen dürfte, insbesondere im Netzwerk-Sektor. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, für das zweite Quartal einen Umsatzrückgang im Jahresvergleich um zwei bis sechs Prozent auf 7,2 bis 6,9 Milliarden Euro zu erwarten. Zuvor war Nokia von einem Umsatzwachstum um zwei bis sieben Prozent ausgegangen. Zur Begründung führte das Unternehmen die anhaltend schwache Nachfrage nach Handys und Mobilfunk-Netzwerken an.
Gemischter Ausblick für NokiaNeue Handys
Der Schlüssel zur Rückkehr zum Wachstum wird in der Einführung einer neuen Handy-Generation gesehen. Dabei müsse Nokia vorsichtig vorgehen und eine ausgewogene Balance zwischen den langfristig guten Erwartung für die neue Generation von Mobiltelefonen und den kurzfristig düsteren Aussichten herstellen.
"Man kann nicht ausschließen, dass das Unternehmen sich auf langfristige Fragen konzentriert und die Prognose für das Gesamtjahr mit der Vorlage der Ergebnisse des zweiten Quartals präsentiert", sagte Deutsche Bank-Analyst Lauri Rosendahl.
