Schnitzeljagd mit GPS boomt
Mit der wachsenden Verbreitung von GPS-Geräten findet auch ein neues Hobby immer mehr Anhänger: das Geocaching, eine moderne Art der Schnitzeljagd. Dabei werden Verstecke an Hand geografischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht.
Beim Geocaching müssen mit Hilfe elektronischer GPS-Navigationsgeräte kleine Behälter mit Gegenständen gefunden werden, die zuvor von anderen versteckt worden sind.
Die Koordinaten des Startpunkts einer Geocache-Rätselrallye sind im Internet ersichtlich. Über mehrere Stationen und knifflige Hinweise hantelt man sich immer näher an das Versteck des "Caches" heran.
Wer den Behälter findet, kann sich in ein Logbuch eintragen, einen Gegenstand aus der Schatzkiste entnehmen sowie einen neuen hineinlegen. Anschließend wird der wasserdichte Behälter wieder gut im Versteck verstaut und kann vom nächsten gesucht werden.
Dabei geht es weniger um den Inhalt der Caches - er reicht von Taschentüchern über Überraschungseierfiguren bis zu Tricotronics - als vielmehr um den oft stundenlangen Weg dorthin.
Junges Publikum
Vor allem junge Naturliebhaber, denen herkömmliches Wandern zu langweilig ist, haben in den letzten Jahren auch hier zu Lande Gefallen an den satellitengestützten Wald-und-Wiesen-Touren gefunden.
Wer Geocaching einmal ausprobieren möchte, muss dafür nicht einmal die Großstadt verlassen. Auch im innerstädtischen Gebiet, in Wien etwa beim Burgthater, beim Schloss Schönbrunn und in verschiedenen Parks, haben die Schnitzeljäger kleine Schätze versteckt.
Caching-Portale listen Fundorte
Eine Liste der aktuellen Caches, geordnet nach Region, Zeitaufwand und Schwierigkeitsgrad, finden Interessierte auf eigenen Websites wie Geocache.at.
Dort werden die verschiedenen Caches von erfolgreichen Tourengehern anschließend auch beurteilt und kommentiert.
Unzählige Caches weltweit
Eingefleischte Geocacher erkundigen sich selbst vor Urlaubsreisen auf internationalen Websites über Caches im Zielgebiet oder passen ihre Reiseroute oftmals den interessanten Geocache-Gegenden an.
Allein Geocaching.com listet über 280.000 Caches in 222 Ländern.
Einige Tourismusgebiete machen sich das bereits zunutze und verwandeln ihre althergebrachten Wanderrouten in moderne Geocaching-Touren, um wieder vermehrt junge Urlauber anzusprechen.
