Staatliche Telekom-Kontrolle ungenügend
Im Zusammenhang mit dem Kursrutsch der T-Aktie hat der deutsche Bundesrechnungshof nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" dem deutschen Finanzministerium schwere Versäumnisse bei der Kontrolle der Deutschen Telekom vorgeworfen.
Die Rechnungsprüfer kritisieren demnach in einem geheimen Bericht, der niedrige Kurs und offene Fragen bei der Bewertung der Konzernimmobilien hätten sich zu einem unkalkulierbaren Haushaltsrisiko entwickelt.
Der Bund ist mit rund 43 Prozent der Aktien der größte Einzelaktionär der Telekom. Die Aktie der Deutschen Telekom war am Freitag erstmals in ihrer mehr als fünfeinhalbjährigen Börsengeschichte unter die psychologisch wichtige Marke von zehn Euro gerutscht.
Deutsche Telekom erstmals unter zehn EuroPflichten vernachlässigt
Der Rechnungshof bemängelte nach dem Bericht weiter, das Bundesfinanzministerium sei "seiner Verpflichtung zur Prüfung der Lage des Unternehmens" nur unzureichend nachgekommen.
Er habe nun gefordert, dass eine Vereinbarung mit der Telekom erzielt werden müsse, "dass der Bund regelmäßig über Haftungsrisiken" unterrichtet werde.
