13.06.2002

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Bildquelle: companies

Netway wird liquidiert

UTA liquidiert nach neunmonatiger Durststrecke seine E-Business-Tochter Netway auf. Die unrentablen Geschäftsfelder aus dem E-Business-Portfolio werden bis Jahresende abgestoßen, der größere Rest von Netway unter der Marke UTA zusammengefasst.

Ein Drittel der Netway-Mitarbeiter, in absoluten Zahlen 25 Posten, werden abgebaut. Die Marke Netway wird aufgelassen, erklärte UTA-Vorstand und Netway-Aufsichtsrat Johannes Schwertner.

Firmenrechtlich werden UTA und Netway miteinander verschmolzen. Die Eintragung im Firmenbuch soll Anfang Juli erfolgen. Der Netway-Aufsichtsrat hat den Plänen bereits zugestimmt.

2000 von UTA übernommen

Alles in allem zieht der UTA-Vorstand allerdings "eine positive Bilanz" über die im November 2000 für kolportierte eine Milliarde ATS [rund 70 Millionen Euro] erworbene Netway.

Details noch unklar

Konkret abgestoßen werden Softwarevermietung [Application Service Providing], Internet-Consulting und Webdesign sowie E-Commerce-Angebote im Bereich Internetshops und Marktplätze. Vor allem die Nachfrage von Seiten der Klein- und Mittelbetrieb nach E-Business-Lösungen habe sich nicht so entwickelt, wie die Auguren dies erwartet hätten, klagt der UTA-Vorstand.

Was mit den vor der Schließung stehenden Bereichen passieren wird, ist noch unklar.

Bereits eingeleitet

Schon im September des Vorjahres hatte die UTA alle Netway-Internetkunden in den Konzern abgezogen. Nun will die UTA von Netway noch den hauseigenen Portalbetrieb, den Internetdomain-Vertrieb, die Bereiche Housing, Hosting und Security, das LAN- und WAN-Angebot, das E-Business-Prozessmanagement, das Grundbuchservice und das Trafiknet [ein Angebot für Trafiken mit Internetanschluss] übernehmen.

Mit diesen Angeboten will man vor allem im Großkundenbereich punkten. Dort sei die Marke UTA jedoch besser positioniert als Netway, begründet Schwertner die Auflösung der Zweitmarke.