EU will Kooperation der UMTS-Anbieter
Angesichts der derzeitigen Schwäche der Telekommunikationsbranche hat die EU-Kommission Kooperationen der Anbieter des neuen Mobilfunkstandards UMTS angeregt.
Kooperationen der Betreiber seien ein geeignetes Mittel, um eine finanzielle Überforderung der Unternehmen durch die hohen Lizenzgebühren und Anlaufkosten abzufedern, teilte die Kommission in Brüssel mit.
EU-KommissionHandel mit Mobilfunk-Frequenzen
Die EU-Kommission will an den Lizenzbedingungen für den Aufbau der Mobilfunknetze der dritten Generation jedoch im Grundsatz nichts ändern. Änderungen sollten lediglich bei unvorhersehbaren wirtschaftlichen Ereignissen in Erwägung gezogen werden.
Sie spricht sich jedoch zugleich für den Handel mit ungenutzten Mobilfunk-Frequenzen aus. "Über einen flexibleren Rahmen für den Handel mit Frequenzen sollte diskutiert werden", teilte die Kommission weiter mit.
UMTS-Lizenzen weiterveräußern oder vermieten
Die europäische Mobilfunkbranche hatte wegen der zum Teil sehr
hohen Kosten für den Erwerb der Lizenzen wiederholt auf Änderungen
der Lizenzbedingungen gedrungen und strebt auch eine Freigabe des
Frequenzhandels an. Damit könnten einige Unternehmen die erworbenen
UMTS-Lizenzen beispielsweise weiterveräußern oder vermieten.
Das erste UMTS-Handy von MotorolaNur EU-Staaten selbst können Änderungen vornehmen
Änderungen an den Bedingungen der von den Mitgliedstaaten in Auktionen oder Auswahlverfahren vergebenen UMTS-Lizenzen können nur die EU-Staaten selbst treffen.
Einige Mitgliedsländer sind den Unternehmen in Form von nachträglich reduzierten Lizenzkosten oder einer Verlängerung der Laufzeiten der Lizenzen entgegengekommen. Andere beharren auf den bei der Lizenzvergabe akzeptierten Bedingungen für den Mobilfunkbetrieb.
