Entscheidung über Phenomedia-Schicksal
In der Bilanzaffäre um den Bochumer Moorhuhn-Erfinder Phenomedia fällt am 1. August die Entscheidung über die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Die Gläubigerversammlung müsse dann über die Fortsetzung der Geschäfte oder die Liquidierung der am Neuen Markt notierten AG befinden, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Wulf-Gerd Joneleit.
Moorhuhn zahlungsunfähig
Der Spieleentwickler Phenomedia war im April nach Bekanntwerden
von Bilanzfälschungen in Schwierigkeiten geraten. Gegen zwei
inzwischen entlassene Vorstände ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Sie sind geständig. Die Börsenaufsicht leitete Untersuchungen wegen
des Verdachts des Insiderhandels ein. Am 14. Mai stellte Phenomedia
Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
Phenomedia stellt InsolvenzantragProfitable verkaufen, Schwache liquidieren
Die Geschäfte der Phenomedia sollen vorerst weitergeführt werden, sagte Joneleit.
Substanz sei im Kernunternehmen da, wenn auch nicht im Umfang des früheren Börsenwertes. Derzeit stünden die mehr als ein Dutzend Beteiligungen auf dem Prüfstand. "Wir müssen sehen, wo wir profitable Unternehmen verkaufen können und schwache liquidieren müssen."
