11.06.2002

MECHANISCH

Bildquelle: ibm

Die Wiedergeburt der Lochkarte

IBM-Forscher aus Zürich sind nach eigenen Angaben auf dem besten Weg, Lochkarten wieder als Speichermedium zu etablieren.

Im Vergleich zu den historischen Lochkarten, mit denen die Geschäfte IBMs vor mehr als 100 Jahren begannen, weisen die aktuellen allerdings zwei wesentliche Unterschiede auf:

Zum einen sind sie wieder beschreibbar, das heißt die Löcher können auch wieder geschlossen werden, zum anderen sind die Löcher dramatisch geschrumpft: Sie sind jetzt nur noch zehn Nanometer klein.

Ein Terabit auf der Briefmarke

Nach sechs Jahren Forschung behaupten die IBM-Forscher jetzt, dass sie ein Terabit Daten auf der Fläche einer Briefmarke unterbringen und verwalten können.

Die Löcher werden dabei mittels unterschiedlich heißer Nano-Nadeln in eine spezielle Plastikfläche gebohrt, verschweißt oder ausgelesen.

Die Forscher machen bislang keine Angaben über die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, diese sollen allerdings "insbesondere für mobile Anwendungen", bei denen es auf einen niedrigen Stromverbrauch ankommt, befriedigend sein.

110 Jahre zurück

"Einer unserer Slogans heißt 'Zurück in die Zukunft der Mechanik'," kommentiert Peter Vettiger, Leiter des Lochkartenprojekts namens "Millipede", 110 Jahre nachdem IBM mit Lochkartenmaschinen erstmals Furore machte.