08.06.2002

SECURITY

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Sprengstoffschnüffler für US-Flughäfen

Das amerikanische Verkehrsministerium hat Boeing und der Siemens Corporation, der amerikanischen Siemens-Tochter, einen Großauftrag für die Installation von Sprengstoff-Entdeckungssystemen an 438 US-Flughäfen erteilt.

Der Auftrag im Wert von 1,37 Milliarden USD [1,45 Mrd. Euro] werde von der amerikanischen Transport-Sicherheitsbehörde TSA überwacht, teilten die beiden Unternehmen mit. Das Boeing-Siemens-Team soll im Rahmen des Auftrags auch rund 30.000 Airport-Gepäckprüfer ausbilden, die die Anlagen bedienen sollen.

Eine Milliarde Gepäcksstücke jährlich

Siemens wird die Installation der Anlagen überwachen. Dazu gehören die Positionierung der Maschinen, die Standortvorbereitungen und der Service. Siemens soll den Service im Rahmen eines Langzeitvertrages durchführen. "Es gehen jährlich mehr als 570 Millionen Passagiere und fast eine Milliarde Gepäckstücke durch die amerikanischen Flughäfen.", erklärte Siemens-Präsident Klaus Kleinfeld.

Der Auftrag an Boeing und Siemens hat eine fünfjährige Wartungsoption für die Ausrüstungen. Der amerikanische Kongress hatte nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 angeordnet, dass die Installation der Sprengstoff-Entdeckungssysteme bis 31. Dezember 2002 erfolgen muss. Das amerikanische Verkehrsministerium bezifferte den Auftragswert bis Jahresende 2002 auf 508 Millionen USD.