08.06.2002

SECURITY

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KaZaA erlaubt Zugriff auf private Dateien

Viele Anwender der File-Sharing-Software KaZaA teilen ohne ihr Wissen auch persönliche Dateien wie E-Mails oder Word-Dokumente mit der Tauschbörsen-Community.

Diesen schwerwiegenden Sicherheitsmangel ergab eine aktuelle Studie des Computerexperten Nathaniel S. Good von Hewlett-Packard und Aaron Krekelberg von der Universität von Minnesota.

Die unübersichtliche Installation von Tauschbörsen wie KaZaA mache es den Usern schwer, die Software richtig zu konfigurieren.

Zugriff auf E-Mails und Word-Dokumente

Die Wissenschaftler suchten vor allem nach Microsoft Outlook Express Dateien, die üblicherweise nicht über das Internet geteilt werden.

Von 443 Fällen, in denen ungewollt Daten geteilt wurden, waren 156 E-Mail-Dateien. Neun weitere User ermöglichten freien Zugang auf den Browser-Cache und die Cookies, fünf auf Textverarbeitungsprogramme wie Word und zwei sogar auf Finanzdaten.

In einem weiteren Test wollten die Wissenschaftler herausfinden, ob andere KaZaA-User versuchen, sich diese Schwachstellen zu Nutze zu machen.

Sie legten Dummy-Files mit Bezeichnungen wie Credit Card.xls and Inbox.dbs an. Binnen 24 Stunden wurde allein die vermeintliche Kreditkarten-Datei viermal von der Festplatte heruntergeladen.