Extrem dünne Displays für tragbare Geräte
Das US-Start-up E Ink hat zwei 0,3 Millimeter dünne, biegsame Displays vorgestellt.
Das in Cambridge, Massachusetts, beheimatete Unternehmen will damit den Markt für tragbare Geräte erobern. "Die Prototypen sind die ersten Displays, die auf einer Stahlfolie aufgebracht sind", erklärte Michael McCreary, Forschungsleiter von E Ink.
Herkömmliche Aktiv-Matrix-Displays in LCD-Technik sind rund zwei Millimeter dick und benötigen oft eine Hintergrundbeleuchtung, die nochmals zwei Millimeter stark ist. Diese Bildschirme bestehen aus zwei Schichten Glas.
E InkBenötigt keine Hintergrundbeleuchtung
E Inks verwendet eine Stahlfolie, auf der die Transistoren für die Ansteuerung der einzelnen Pixel sitzen, die mit einer Kunststoff-Schicht abgedeckt ist.
In dieser Schicht sind die Hohlkugeln mit dunklen und hellen Farbpigmenten eingebettet.
Die Pigmente richten sich nach dem elektrischen Feld aus. Bei negativer Spannung an der Elektrode an der Displayoberfläche bewegen sich die hellen Pigmente an die Oberfläche und das Pixel erscheint weiß auf dem Schirm.
Das reflektierende Display kommt ohne Hintergrundbeleuchtung aus.
Dünnes 8,4 Zoll-Farbdisplay von Toshiba
Toshiba hat Mitte Mai das erste "große" biegsame LC-Display
vorgestellt. Die Technologie ermöglicht unter anderem gewölbte und
langfristig auch faltbare Bildschirme. Gleichzeitig wurde angeblich
die Widerstandfähigkeit gegen Erschütterungen erhöht. Das 8,4
Zoll-Farbdisplay ist gerade einmal 0,4 Millimeter dick und 20 Gramm
schwer.
Biegsames "Groß-Display" von ToshibaEinsatz bei Handys und Handhelds
Der kleinere der beiden Prototypen hat eine Bildschirmdiagonale von 1,6 Zoll und eine Auflösung von 80 x 100 Pixel. Diese Größe will man für Handy-Displays verwenden. Der zweite Prototyp ist für den Einsatz bei Handhelds gedacht und erreicht eine Auflösung von 240 x 160 Pixel.
Das Unternehmen will seine Technologie an Produktionsunternehmen lizenzieren und die Displays nicht selbst vermarkten.
Die ersten kommerziellen Bildschirme sollen bis 2004 oder 2005 auf den Markt kommen.
