07.06.2002

DON'T BUY THIS

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Sony mit eigener Jugendschutz-Prüfung

Sony will bei der Vermarktung neuer PC- und Konsolen-Spiele künftig weiter auf die freiwillige Selbstkontrolle setzen.

Im Zuge der Diskussionen um den Jugendschutz hatte die Deutschlandzentrale des Unternehmens nach eigenen Angaben zunächst erwogen, die Markteinführung des Titels "Vampire Night" für die "PlayStation 2" zu verschieben.

Nach erfolgreicher Prüfung der Branchenprüfstelle USK [Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle] soll das Spiel nun mit Altersbeschränkung ab 16 Jahren in den Handel kommen, teilte das Unternehmen mit.

Diskussion um verschärften Jugendschutz

"Bislang müssen Spiele aber erst auf den Markt gebracht werden, um sie dann offiziell einer Prüfung unterziehen zu lassen", sagte Gerdes. Die derzeitige Diskussion um einen verschärften Jugendschutz schießt nach Meinung von Gerdes häufig über das Ziel hinaus. "Wir gehen immer von Extremen aus."

Die Frage sei, was wir für Darstellungen von Gewalt zulassen wollen. "Und das geht alle Medien an." Mit zunehmender Vernetzung werde man ohnehin nicht verhindern können, dass bestimmte Spiele vermarktet werden. "Wir versuchen gerade, einen Zaun um Deutschland zu bauen."

Die USK bestätigte nach Angaben von Sony auf erneute Anfrage des Unternehmens ein bereits im Dezember erstelltes Gutachten für das Vampir-Spiel, bei dem der Spieler die Rolle eines Vampirjägers einnimmt. Danach hält die Prüfstelle eine Indizierung des Spiels durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien für unwahrscheinlich.