06.06.2002

WOHLFÜHLEN

Oracle beruhigt die Börsen

Der operative Gewinn des weltweit zweitgrößten Software-Herstellers Oracle liegt nach Angaben seines Chefs, Larry Ellison, im vierten Quartal 2001/2002 [zum 31. Mai] nicht unter den Analysten-Erwartungen.

Ellison sagte dazu auf einer Pressekonferenz: "Wenn wir einen operativen Gewinn weniger als zwölf Cents je Aktie erzielt hätten, hätten wir gewarnt. Wir taten dies aber nicht". Von Thomson Financial/First Call befragte Analysten hatten im Schnitt den Gewinn je Aktie mit zwölf Cents prognostiziert.

Spekulationen

Der Kurs der Oracle-Aktie fiel während des Quartals bis auf 7,25 USD, nachdem Analysten und Anleger darauf spekuliert hatten, dass das Unternehmen seine Gewinn- und Umsatzziele nicht erreichen werde. Der Software-Sektor leidet derzeit unter geringe Nachfrage und einem starken Preisdruck, hieß es zu Begründung.

Ein Bericht des Forschungsinstituts Gartner Inc, wonach IBM Oracle 2001 beim Verkauf von Datenbank-Software von der Position Nummer eins verdrängt hatte, verstärkten Analysten zufolge die Sorgen über das Oracle-Ergebnis im vierten Quartal.