IBM strukturiert kräftig um
IBM wird Vorsteuer-Sonderbelastungen von 2 bis 2,5 Milliarden USD [2,7 Mrd. Euro] für Stellenstreichungen, den Ausstieg aus dem Festplatten-Geschäft und Abschreibungen im Mikroelektronikbereich verbuchen.
Sie werden vor allem im zweiten Quartal anfallen. Dies hat der weltgrößte Computerkonzern am Dienstag nach Börsenschluss mitgeteilt.
Ende 2001 320.000 Mitarbeiter
IBM hat 1500 Halbleiter-Mitarbeiter nach Hause geschickt,
berichtete die amerikanische Wirtschaftsagentur "Bloomberg". Dies
seien 7,5 Prozent der 20.000 Mitarbeiter der Chip-Sparte. Das
Unternehmen habe nach Angaben der
Kommunikationsarbeiter-Gewerkschaft CWA in den letzten Wochen mehr
als 5300 Stellen gestrichen. IBM hatte Ende 2001 weltweit fast
320.000 Mitarbeiter.
IBMFestplattensparte wird verkauft
Hitachi kauft die IBM-Festplattensparte für 2,05 Milliarden USD. Dabei gibt IBM 18.000 Mitarbeiter ab. IBM will sich auf seine Kupfertechnologie konzentrieren und ältere Kapazitäten, die mit Aluminium-Technologie arbeiten, beseitigen. IBM will sich auch stärker auf das Design und die Fertigung von Chips ausrichten, die speziell für Kunden entworfen und produziert werden.
Die Aktionen sollen die jährlichen operativen Kosten erheblich reduzieren und die kurz- und langfristige strategische Position des Unternehmens stärken, betonte Finanzchef John R. Joyce. Die IBM-Aktien haben am Dienstag um 1,20 auf 79,31 USD zugelegt. Sie sind aber in diesem Jahr um 34 Prozent gesunken.
