Magnetspeicherchip löst RAM-Chips ab
Der Halbleiterhersteller Freescale hat den ersten kommerziell verfügbaren Magnetspeicherchip vorgestellt, der herkömmliche RAM-Chips ablösen soll. Das Hochfahren von Computern würde sich mit der Technologie signifikant verkürzen.
Der Magnetoresistive Random Access Memory [MRAM] setzt bei der Speicherung der Daten auf Magnetismus statt auf elektrische Aufladung und behält daher die Daten auch ohne Stromversorgung.
Freescale ist davon überzeugt, dass die Chips schon bald in elektronischen Geräten wie MP3-Playern, Handys, Digitalkameras und Computern zu finden sein werden.
Kürzere Bootzeiten
Computer könnten dann wesentlich schneller hochgefahren werden, da die Daten nicht erst in den Speicher geladen werden müssen.
"Meilenstein in der Chipindustrie"
Marktbeobachter sehen in der Entwicklung von Freescale einen Meilenstein in der Chipindustrie.
"Das ist die wichtigste Speicherneuerung in diesem Jahrzehnt", meinte Will Strauss, Analyst bei Forward Concepts. Einige Halbleiterfirmen hätten an dieser Technologie geforscht.
Freescale ist es nun jedoch erstmals gelungen, die Chips zu kommerzialisieren und in großer Stückzahl zu produzieren.
Die ersten Vier-Mbit-Chips laufen bereits in Freescales Halbleiterfabrik in Arizona vom Band, um Lagerbestände aufzubauen. Wann der Speicher erstmals in Alltagsgeräten verbaut wird, ist nicht bekannt.
(pte.at)
