Bangladesch will Handyverbot für Kinder
Der Umweltminister von Bangladesch, Shahjahan Siraj, erwägt ein generelles Handyverbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.
Als Grund für einen dementsprechenden, in Vorbereitung befindlichen Gesetzesentwurf gab Siraj mögliche gesundheitliche Schäden durch den Gebrauch von Mobiltelefonen in dieser Altersgruppe an.
Geltende Grenzwerte sollen ausreichend Schutz bieten
Nach einer Studie im Auftrag des Verbands der Elektrotechnik
[VDE] gibt es weiterhin keine Beweise für Gesundheitsschäden durch
die Strahlung von Handys und Mobilfunkmasten. Es gebe auch keine
Hinweise, dass Kinder und kranke oder alte Menschen empfindlicher
auf die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks reagierten als
gesunde Erwachsene.
"Keine Beweise für Gesundheitsgefährdung"Eine Million Handys in Bangladesch
Vertreter der Mobilfunkindustrie protestierten umgehend. Sie befürchten sinkende Einnahmen und argumentieren, dass es unzureichende wissenschaftliche Beweise für die Gefährlichkeit der Handystrahlung - in diesem Falle bei Kindern - gibt.
Von den mehr als 120 Millionen Einwohnern des unter den ärmsten Ländern der Welt befindlichen Staates besitzen derzeit rund eine Million Menschen ein Mobiltelefon.
