MIT-Student knackt die Xbox
Einem Absolventen des Massachusetts Institute of Technology [MIT] ist es gelungen, das Sicherheitssystem der Xbox zu umgehen.
Somit wird es ohne den Einsatz eines Mod-Chips möglich, eigene Software auf der Microsoft-Konsole zum Laufen zu bringen.
Die Ergebnisse seiner 3-wöchigen Forschungsarbeit hat der Student Andrew Huang in einer 15-seitigen Dokumentation veröffentlicht.
~ Link: The Microsoft XBox Case Study (ftp://publications.ai.mit.edu/ai-publications/2002/AIM-2002-008.pdf) ~
50 USD und drei Wochen Zeit
In seiner Arbeit schreibt Huang, dass die Hauptsicherung in einem sogenannten "Secret Boot Block" liegt, der verschlüsselt in dem Nvidia Prozessor-Chip zu finden ist.
Innerhalb von nur drei Wochen und mit einem minimalen Kostenaufwand von 50 USD gelang es dem Studenten, das Sicherheitssystem auszutricksen und die Informationen des Boot Blocks auszulesen.
Mit dem genauen Verschlüsselungsalgorithmus und dem Schlüssel zur Decodierung, die von Huang beide kenntlich gemacht werden konnten, kann nun ein eigener Code auf der Xbox zum Laufen gebracht werden.
Mit Mod-Chips Funktionen der Xbox erweitern
In Hongkong sind bei verschiedenen Händlern erstmals so genannte
"Mod-Chips" aufgetaucht, mit denen der Kopierschutz von Microsofts
Xbox umgangen werden kann. Varianten von drei verschiedenen
Herstellern - Xtender, Enigma und Messiah - gibt es bisher.
Erste Mod-Chips für die Xbox"Software müssen andere programmieren"
Huang selbst ist jedoch nicht daran interessiert, eigene Software für die Konsole zu programmieren.
"Ich liebe es, mit der Hardware zu arbeiten. Ich habe meinen Beitrag geleistet, indem ich alles über die Hardware herausgefunden habe, damit diejenigen, die sich für Software begeistern, sich nun ihrerseits damit beschäftigen können," sagt der MIT-Absolvent, der bereits eine Doktorarbeit der Philosophie über die Architektur von Supercomputern abgeschlossen hat.
Online-Service "Xbox Live""Xbox Live" nicht sicher
Der Student warnt weiter, dass es möglich ist, die genaue Identität einer Konsole und somit auch des Spielers über die Seriennummer, die im Speicher abgelegt ist, festzustellen.
Ist die Konsole über den Online-Service "Xbox Live" einmal mit dem Internet verbunden, kann diese Information Zugriffsmöglichkeiten für Hacker bieten.
