04.06.2002

EUNET

Bildquelle: company

KPNQwest-Österreich will sich retten

Während die Muttergesellschaft KPNQwest in den Niederlanden am 31. Mai 2002 die Umwandlung des Moratoriums in einen Konkursantrag bekanntgab, prüft KPNQwest Austria derzeit nach eigenen Angaben "mit Hochdruck Szenarien für eine Weiterführung des Unternehmens".

Die österreichische Landesgesellschaft wird als eigenständige Rechtspersönlichkeit [GmbH] geführt, die Auswirkung der Verflechtungen mit dem Konzern und der bestehenden Verpflichtungen sind laut einer aktuellen Aussendung "noch nicht konkret zu beurteilen".

Die Zukunft des Unternehmens wird sich demnach "in den nächsten Tagen" entscheiden.

Neuer Status gesucht

Die "dringendsten Maßnahmen bei KPNQwest Austria" konzentrieren sich auf Verhandlungen mit Geschäftspartnern und Lieferanten, die die wichtige Aufrechterhaltung der in Österreich gemieteten Netzwerk- und Leitungsinfrastruktur zum Ziel haben.

Backup ist besser

"Erste Priorität" hat für KPNQwest Austria die Aufrechterhaltung der Netzwerkdienste und Kunden-Services.

Aus technischer Sicht sind angeblich alle Maßnahmen getroffen, um zunächst die nationalen Dienste und das österreichische Netzwerk sichern zu können.

Kunden im Bereich internationaler Services bzw. Nutzer der EuroRings wurden in den letzten Tagen und Wochen auf die Risikosituation hingewiesen, Notfall- und Backup-Pläne wurden empfohlen.