KPNQwest-Österreich will sich retten
Während die Muttergesellschaft KPNQwest in den Niederlanden am 31. Mai 2002 die Umwandlung des Moratoriums in einen Konkursantrag bekanntgab, prüft KPNQwest Austria derzeit nach eigenen Angaben "mit Hochdruck Szenarien für eine Weiterführung des Unternehmens".
Die österreichische Landesgesellschaft wird als eigenständige Rechtspersönlichkeit [GmbH] geführt, die Auswirkung der Verflechtungen mit dem Konzern und der bestehenden Verpflichtungen sind laut einer aktuellen Aussendung "noch nicht konkret zu beurteilen".
Die Zukunft des Unternehmens wird sich demnach "in den nächsten Tagen" entscheiden.
Die Ausendung ist mit folgemden Hinweis versehen: "Diese Pressemitteilung kann in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die Risken oder Unsicherheiten beinhalten. Solche Aussagen können von den tatsächlichen künftigen Ereignissen und Ergebnissen wesentlich abweichen."
KPNQwest stellt KonkursantragNeuer Status gesucht
Die "dringendsten Maßnahmen bei KPNQwest Austria" konzentrieren sich auf Verhandlungen mit Geschäftspartnern und Lieferanten, die die wichtige Aufrechterhaltung der in Österreich gemieteten Netzwerk- und Leitungsinfrastruktur zum Ziel haben.
Parallel werden "in enger Kooperation mit Partnern" Notfall- und Backup-Pläne für Kunden-Services erarbeitet. Die Prüfung der Finanzlage und Erstellung eines Status soll, nach Entflechtung der komplexen Konzernstrukturen, in den nächsten Tagen abgeschlossen sein.
Internet-Ausfälle durch KPNQwest-PleiteBackup ist besser
"Erste Priorität" hat für KPNQwest Austria die Aufrechterhaltung der Netzwerkdienste und Kunden-Services.
Aus technischer Sicht sind angeblich alle Maßnahmen getroffen, um zunächst die nationalen Dienste und das österreichische Netzwerk sichern zu können.
Kunden im Bereich internationaler Services bzw. Nutzer der EuroRings wurden in den letzten Tagen und Wochen auf die Risikosituation hingewiesen, Notfall- und Backup-Pläne wurden empfohlen.
"Wir bemerken ein großes Interesse unserer Kunden und Partner am Weiterbestand des Unternehmens und eine enorme Bereitschaft zur Unterstützung in dieser schwierigen Lage", sagt DI Franz Schiller, Geschäftsführer KPNQwest Austria. "Die Situation ist kritisch, und unser Handlungsspielraum ist durch die starken Konzernverflechtungen deutlich eingeschränkt. Der Ausgang der Verhandlungen mit dem Konzern und mit unseren Partnern ist völlig offen. Aber das Österreich-Geschäft war bis zum Schluss profitabel und eines der erfolgreichsten im Konzern."
KPNQwest
