03.06.2002

OFFIZIELL

SEC und Microsoft in Buchführungs-Vergleich

Wie schon am Freitag in Presseberichten gemutmaßt, hat sich die amerikanische Wertpapier- und Börsenkommission SEC mit Microsoft über einen Vergleich wegen Buchführungsvorwürfen der Aufsichtsbehörde geeinigt.

Vorgeschichte

Microsoft hat sieben Reservekonten unterhalten, die nicht im Einklang mit den amerikanischen Buchführungsregeln [GAAP] geführt worden seien, erklärte die SEC. Die Beträge in den Konten hätten zwischen 1995 und 1998 zwischen 200 Millionen Dollar und 900 Millionen Dollar [968 Mio. Euro] gelegen.

Microsoft habe seine Finanzergebnisse nicht genau wiedergegeben. Hierdurch seien in einigen Quartalen zu hohe und in anderen Quartalen zu niedrige Gewinne ausgewiesen worden.

Die Ordnunghüter in Washington haben nach Darstellung von Experten US-Unternehmen dafür kritisiert, dass sie Gelder während starker Quartale in Reserven gestellt hätten, statt sie als Einkommen zu verbuchen. Sie hätten dann während schwacher Quartale die Reserven verwendet, um ihre Gewinne zu steigern.