03.06.2002

ANBIETER

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Gemeinsame Forderungen zum TKG

Im Zusammenhang mit der bevorstehenden Novelle des neuen Telekom-Gesetzes [TKG] haben sich die Telekom Austria [TA] und die alternativen Telekom-Anbieter auf ein gemeinsames Forderungspaket geeinigt.

Kernpunkte der Forderungen: Eingeschränkter Frequenzenhandel und bundesweite Regelung der Emissionsgrenzen im Mobilfunk, Kostenersatz für Überwachungseinrichtungen, Einführung von transparenten Gebührenberechnungsmethoden im Zusammenschaltungsbereich [Interconnections], Beschleunigung der Regulierungsverfahren, Einrichtung eines Telekom-Senats im VwGH, Besetzung der Telekom-Kontroll-Kommission [TKK] mit hauptberuflichen Mitgliedern und Einführung der Konzessionspflicht auch für Internet-Anbieter.

Einstimmig angenommen

Der Vorsitzende der Berufsgruppe Telekommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich [WKÖ], Erich Cibulka, zeigte sich dennoch erfreut. "In einer Branche, die von hohem Wettbewerb lebt, ist es uns trotzdem gelungen, ein gemeinsames Positionspapier zu erarbeiten", betonte Cibulka am Montag bei einem Pressegespräch.

Das Papier sei einstimmig angenommen worden. Er gehe daher davon aus, dass sich der politische Ansatz zum neuen Telekom-Gesetz nach diesem Branchenkonsens ausrichten werde. "Alles andere wäre eine Überraschung", meint Cibulka.

Einigkeit bei Konvergenz-Regulator und Breitband

Etwa gebe es politische Überlegungen, dass ein "Konvergenz-Regulator" für Telekommunikation und Medien geschaffen werden könne. Die Telekom-Anbieter lehnen das ab.

Mit der Zusammenfassung von Medien- und Telekomregulierung in einer Gesellschaft, der Rundfunk-und-Telekomregulierungs-GmbH [RTR], sei dem Trend des Zusammenwachsens der Märkte schon Genüge getan.

Auch eine Ausweitung des Universaldienstes etwa auf Breitband-Internet-Angebote lehnen die Telekom-Anbieter ab. Die Verbreitung von Breitband-Internet könnte zwar im ländlichen Raum ausgedehnt werden, dies sei aber Aufgabe regionaler politischer Förderungsprogramme und dürfe nicht auf Unternehmen abgewälzt werden.