"Computerfreak" "hackt" Pentagon
Die dpa kolportiert eine Meldung der "Kronenzeitung", die nicht nur auf den ersten Blick suspekt ist.
Nachdem die Geschichte unkontrolliert durch das deutschsprachige Netz fliegt, wollen wir sie auch dem geneigten fuZo-Publikum nicht vorenthalten, allerdings nicht ohne den Hinweis, dass die Begebenheit auf der Fantasie eines Jugendlichen basiert, der nicht von den Sicherheitsbehörden aufgesucht wurde, sondern diese offensichtlich zwecks Aufmerksamkeitserhaschung selbst kontaktierte.
Parallel dazu dürfte er die "Kronenzeitung" informiert haben, die seine Geschichte bereitwillig verbreitete. Das FBI betonte unterdessen, dass weder der Vorfall noch die angeblichen eigenen Aktionen bekannt seien.
Die Meldung im O-Ton
"Ein 17 Jahre alter Computerfreak aus Wien hat per Internet vertrauliche Daten aus dem US-Verteidigungssystem erhalten.
Das berichtet das österreichische Boulevardblatt 'Kronenzeitung'. Der Hacker bekam problemlos Einzelheiten eines streng geheimen Vertrages zwischen den USA und Russland, in dem auch Standorte von Atomraketen aufgelistet sind.
'Ich habe im Internet gesurft und nach interessanten Sites gesucht', wird der Auszubildende zitiert. Er sei auf militärische Neuigkeiten aus gewesen. Plötzlich seien auf seinem Monitor seitenweise Dokumente des Pentagons aufgetaucht, die mit der höchsten militärischen Sicherheitsstufe gekennzeichnet gewesen seien.
Kurze Zeit später bekam der junge Mann nicht nur einen Anruf von einem FBI- Agenten aus Washington, sondern auch Besuch von einem österreichischen Verfassungsschützer. Die Sicherheitslücke sei inzwischen geschlossen."
"Geheimdienste und Hacker-Gangs" attackieren
