Täglich alles Y2K-Bug
China gestaltet Silvester "bequem"
China hat den Silvestertag zum Feiertag erklärt, um das Problem der Jahr-2000-Umstellung bei Computern besser zu bewältigen.
Der Staatsrat, die Regierung der Volksrepublik, hat beschlossen, den 31. Dezember 1999 zum Feiertag zu machen, "damit die Lösung des Jahr-2000-Problems bequemer gestaltet werden kann". Normalerweise ist in China nur der 1. Jänner frei.
Bisher haben nur die chinesische zivile Luftfahrtindustrie sowie einige Banken und eine Versicherung bekannt gegeben, dass sie auf das Jahr-2000-Problem vorbereitet sind. Andere Bereiche wie das Gesundheitswesen scheinen deutlich schlechter präpariert zu sein.
84 Millarden Euro für Vorbereitung in Deutschland
Die deutsche Regierung hat heute bekannt gegeben, dass insgesamt rund 84 Milliarden Euro für die Vorbereitung auf den Y2k-Bug ausgegeben worden seien. Die Summe umfasst sowohl die Aufwendungen privater als auch die staatlicher Stellen.
Mit dieser Summe läge Deutschland auf Platz zwei hinter den USA, die mehr als 100 Milliarden Dollar ausgegeben haben - damit wurde pro Einwohner in Deutschland sogar mehr Geld aufgewendet als in den USA.
Ein Sprecher des Innenministeriums gestand aber ein, dass das Land relativ spät mit der Vorbereitung begonnen habe.
Wohlfahrt kommt zuletzt
Der Y2k-Beauftragte der amerikanischen Regierung hat heute eingestanden, dass insbesondere die Systeme der staatlichen Wohlfahrt noch nicht oder nicht optimal auf den Datumswechsel vorbereitet sind.
Betroffen sind die Ausgabe von Essensmarken, Wohlfahrt-Schecks und Berechtigungsscheine für kostenlose medizinische Behandlung. In mindestens acht der 51 Bundesstaaten könnte der Bug dadurch die ärmsten Amerikaner zuerst treffen.
