Für ein barrierefreies Web
Für sehbehinderte Menschen bedeutet das Internet nicht nur ein bisschen mehr Bequemlichkeit, sondern einen Quantensprung:
Sie können nun erstmals völlig ohne sehende Assistenz einkaufen, Bücher auswählen, Tageszeitungen lesen, sich Informationen beschaffen und sogar Online-Games spielen.
Spiele für BlindeSchmökern ohne Assistenz
Martin Mayerhofer ist Computerfachmann und arbeitet in einem Unternehmen, welches Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen verkauft. Er ist seit Geburt blind.
Früher musste er ganze Bücher einscannen, um sie lesen zu können. Auf der Gutenberg-Website findet Martin heute unzählige literarische Werke, die er sie sich vom PC nur noch vorlesen lassen muss.
Projekt GutenbergSreenreader
Sein Arbeitsplatz unterscheidet sich nicht sehr von dem eines Sehenden. Einzig auffällig ist das Braille-Display, ein flaches Gerät, das unter einer gewöhnlichen Tastatur steht. Da, wo sonst die Handballenstütze wäre. Auf einer Leiste erheben sich kleine Punkte. Sie machen in Brailleschrift tastbar, was am Bildschirm zu sehen ist.
Mit Hilfe der Navigationsleiste, kann sich der blinde User über den Bildschirm bewegen. Für einen optimalen Gebrauch kombiniert Martin Mayerhofer Braillezeile mit Sprachausgabe.
Guidelines
Graphisch aufwendig gestaltete Seiten sind für einen Sehenden ein
Augenfang, einem sehbehinderten Menschen allerdings kaum von
Vorteil. Die Richtlinien der WAI, Web Accessibility Initiative,
empfehlen, alle Informationen auch als Text auf der Website zur
Verfügung stellen. Alle Navigationselemente müssen per Tastatur
ansteuerbar sein. Pop-Up Fenster sind zu vermeiden, da sie die
Navigation erschweren und meist nur mit Mausklick zu schließen sind.
Links sollen eine kurze Darstellung erhalten zu welcher Information
sie führen. Shortcuts sind ideal, da sie das Ansteuern mit der
Tabulatortaste ermöglichen.
Web Accessibility InitiativeHeute Sonntag im Ö1 Magazin matrix
Teilnehmer des "Integrativen Journalismus-Lehrgangs" haben einen
Unternehmer, eine Volksschullehrerin und einen Computerfachmann auf
den verwinkelten Pfaden durch den Cyberspace begleitet. Sie sind der
Frage nachgegangen, wie abweisend die Architektur im Cyberspace für
blinde und sehbehinderte Menschen ist. Dabei müsste das nicht so
sein. Ohne großen Aufwand an Design und Programmierung könnten
Internetauftritte barrierefrei gestaltet werden.
matrix - computer & neue medien
