30.05.2002

IDF EUROPE

Bildquelle: orf on

Intel will Telekom-Märkte erobern

Intel will sich neue Märkte in der Telekom-Industrie erschließen: "Die Branche hat nach Jahrzehnten der Ruhe im regulierten Markt vergangenes Jahr erstmals unter der weltweiten Rezession gelitten", sagte Sean Maloney, Executive Vice President von Intel auf der erstmals in Deutschland veranstalteten Entwicklerkonferenz Intel Developer Forum in München.

Die Veränderungen und Einbrüche, die andere Branchen innerhalb von zehn Jahren erlebt hätten, habe die Telekom-Industrie 2001 in nur einem Jahr durchleben müssen:

Offene Standards für Handys

Offene Standards wie das Betriebssystem Linux haben sich nach Ansicht von Intel-Technikchef Patrick Gelsinger in der Computerindustrie erfolgreich bewährt - vor allem, wenn es um eine schnelle Marktdurchdringung geht. Offene Standards müssten künftig auch in der Telekom-Industrie die herkömmlichen unternehmenseigenen Technologien ersetzen:

"Intel wird in Kürze die technologische Grundlage für eine modulare Kommunikationsplattform für die Telekom- Industrie veröffentlichen", sagte Howard Bubb, bei Intel verantwortlich für Netzwerkprozesse.

Aggressiv und erfolgreich

"Intels aggressive Forschungs- und Entwicklungs- sowie Produktionsinvestments haben sich im ersten Quartal ausgezahlt", hatte Intel-Präsident Craig Barrett nach "Intels aggressive Forschungs- und Entwicklungs- sowie Produktionsinvestments haben sich im ersten Quartal ausgezahlt", hatte Intel-Präsident Craig Barrett nach Bekanntgabe der Quartalszahlen Anfang April resümiert.

Insgesamt 20 Milliarden US- Dollar hat Intel nach eigenen Angaben in den Jahren 2000 und 2001 für Forschung, Entwicklung und den Bau neuer Fabrikationsanlagen investiert. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben sollen in diesem Jahr 4,1 Milliarden Dollar und die Investitionen rund 5,5 Milliarden Dollar erreichen.

Derzeit stünden die Telekom-Unternehmen unter enormem Druck, sagte Maloney. Während die Aktienkurse und Umsätze sinken, wachse der Bedarf an Bandbreite zur Übertragung neuer multimedialer Inhalte enorm. Die einzige Chance, diese Situation zu überstehen, sei es, auf schnellere und kostengünstigere Technologien zu setzen.