Intel will Telekom-Märkte erobern
Intel will sich neue Märkte in der Telekom-Industrie erschließen: "Die Branche hat nach Jahrzehnten der Ruhe im regulierten Markt vergangenes Jahr erstmals unter der weltweiten Rezession gelitten", sagte Sean Maloney, Executive Vice President von Intel auf der erstmals in Deutschland veranstalteten Entwicklerkonferenz Intel Developer Forum in München.
Die Veränderungen und Einbrüche, die andere Branchen innerhalb von zehn Jahren erlebt hätten, habe die Telekom-Industrie 2001 in nur einem Jahr durchleben müssen:
"Das Gebot der Stunde sind jetzt massive Kosteneinsparungen und flexible Technologien in einem sich schnell wandelnden Markt."
IDF EuropeOffene Standards für Handys
Offene Standards wie das Betriebssystem Linux haben sich nach Ansicht von Intel-Technikchef Patrick Gelsinger in der Computerindustrie erfolgreich bewährt - vor allem, wenn es um eine schnelle Marktdurchdringung geht. Offene Standards müssten künftig auch in der Telekom-Industrie die herkömmlichen unternehmenseigenen Technologien ersetzen:
"Intel wird in Kürze die technologische Grundlage für eine modulare Kommunikationsplattform für die Telekom- Industrie veröffentlichen", sagte Howard Bubb, bei Intel verantwortlich für Netzwerkprozesse.
Neue Entwicklungen aus den Intel-Forschungslabors sollen in den kommenden Jahren die Entwicklung der Kommunikation um ein Vielfaches beschleunigen und die Kosten dramatisch senken. Die drahtlose Kommunikation über Handy, Taschencomputer oder Laptop will Intel mit neuen Technologien "fundamental verändern".
Intel vereint Notebook- mit Handy-ChipAggressiv und erfolgreich
"Intels aggressive Forschungs- und Entwicklungs- sowie Produktionsinvestments haben sich im ersten Quartal ausgezahlt", hatte Intel-Präsident Craig Barrett nach "Intels aggressive Forschungs- und Entwicklungs- sowie Produktionsinvestments haben sich im ersten Quartal ausgezahlt", hatte Intel-Präsident Craig Barrett nach Bekanntgabe der Quartalszahlen Anfang April resümiert.
Insgesamt 20 Milliarden US- Dollar hat Intel nach eigenen Angaben in den Jahren 2000 und 2001 für Forschung, Entwicklung und den Bau neuer Fabrikationsanlagen investiert. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben sollen in diesem Jahr 4,1 Milliarden Dollar und die Investitionen rund 5,5 Milliarden Dollar erreichen.
Derzeit stünden die Telekom-Unternehmen unter enormem Druck, sagte Maloney. Während die Aktienkurse und Umsätze sinken, wachse der Bedarf an Bandbreite zur Übertragung neuer multimedialer Inhalte enorm. Die einzige Chance, diese Situation zu überstehen, sei es, auf schnellere und kostengünstigere Technologien zu setzen.
