Brüssel will Breitband voranbringen
Bis 2005 sollen nach Plänen der EU-Kommission alle europäischen Bürger Zugang zu Breitband-Netzen erhalten.
Bis dahin sollen sich auch Online-Behördendienste, Online-Gesundheitsfürsorge und elektronisches Lernen durchgesetzt haben, sagte Industriekommissar Erkki Liikanen heute in Brüssel.
Ein entsprechender Aktionsplan solle im Juni dem EU-Gipfel in Sevilla vorgelegt werden.
"Digital-TV & UMTS berücksichtigen"
Man müsse beim Internetanschluss über den PC hinausschauen. Dabei
müssten Digitalfernsehen und die Mobilkommunikation der dritten
Generation berücksichtigt werden.
Wie Österreich zuhause surftKeine zusätzlichen Gelder
Zusätzliche Gelder will die EU-Kommission für ihr Vorhaben nicht ausgeben. In Rahmen der Regionalförderung sind in einem Zeitraum von sieben Jahren etwa sechs bis sieben Mrd. Euro für die Informationstechnik vorgesehen. Dieses Geld muss aber von den Regionen beantragt werden.
Die EU-Kommission bemüht sich seit Jahren, in den EU-Staaten das Internet voranzubringen. Dabei kommt die von Brüssel forcierte Öffnung der Telefonortsnetze aber nicht so in Gang wie ursprünglich geplant.
Erst im Mai hatte die EU-Wettbewerbsbehörde ein Kartellverfahren gegen die Deutsche Telekom eröffnet, weil sie von Konkurrenten zu hohe Gebühren für den Zugang zu den Ortsnetzen verlangt haben soll.
