Viren als "Ikonen des digitalen Alltags"
In Frankfurt am Main hat die Ausstellung "I love you. Computer. Viren. Hacker. Kultur" eröffnet: "Der Computervirus ist eine Ikone des digitalen Alltags, die uns alle schreckt", sagte Ausstellungsleiterin Franziska Nori beim Eröffnungsrundgang. "Hier könnt ihr mit Computerviren spielen!"
Die wissenschaftliche Leiterin der Abteilung digitalcraft am mak.frankfurt, wie sich das Museum kurz nennt, will die Besucher aber nicht zu "bad guys" heranziehen, sondern vielmehr den Mythos entzaubern, der Themen wie Computerviren und die Hacker-Kultur umgibt. "Wir wollen zeigen, dass Menschen dahinter stehen".
"I love you. Computer. Viren. Hacker. Kultur"Das Wettrennen
Der in der Aussstellung vertretene "Cyberfunk-Hacktivist" Jaromil betrachtet Viren als einen "rebellischen politischen Akt" gegen diejenigen, "die davon träumen, das Netz zu einem virtuellen Marktplatz für das eigene Geschäft zu machen".
Die Gegenposition vertritt die ebenfalls an der Ausstellung beteiligte Softwarefirma Symantec. "Wir betrachten das Schreiben von Viren als ethisch verwerflich", sagte der Leiter des europäischen Virenforschungszentrums von Symantec, Eric Chien.
"Wir wollen den Entwicklern immer einen Schritt voraus sein. Aber wir befinden uns in einer Art Wettrüsten. Die Virenprogrammierer versuchen immer wieder, unsere neuesten technischen Entwicklungen auszutricksen."
