27.05.2002

WUNSCHLISTE

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Mobilkom fordert UMTS-Freiheiten

Im Vorfeld des neuen Telekommunikationsgesetzes [TKG], das derzeit vom Infrastrukturministerium und der Obersten Fernmeldebehörde ausgearbeitet wird und im Herbst 2002 im Parlament beschlossen werden soll, hat die Telekom-Austria-Mobilfunktochter Mobilkom Austria heute eine Lockerung der Regulierung für die künftigen Mobilfunkmärkte gefordert.

Der UMTS-Markt benötige zwar eine Aufsicht [ex-post-Regulierung], aber keine Regulierung im Vorhinein [ex-ante], sagte Mobilkom-Generaldirektor Boris Nemsic bei einer Pressekonferenz.

Frequenzen vermieten

Die "europaweite Überversorgung mit UMTS-Konzessionären" bedinge auch neue Spielregeln bei der Verwaltung für die UMTS-Frequenzen, betonte Nemsic. Im neuen TKG sollte daher ein gegenseitiger Verkauf bzw. Weitervermietung von Frequenznutzungsrechten zwischen UMTS-Betreibern erlaubt werden.

Da vermutlich nicht alle sechs österreichischen UMTS-Lizenzinhaber ihr Frequenzspektrum vollständig ausnutzen würden, sollte ein Eigentümerwechsel der Frequenzen erlaubt werden, fordert Nemsic.

Außerdem sollte mittelfristig die Nutzung von 1800er-GSM-Frequenzen für UMTS [Frequency Refarming] ermöglicht werden, damit eventuelle Kapazitätsengpässe überwunden werden könnten.