Das war die E3
Alles, was laut ist, ist gut: so lautete das inoffizielle Motto der größten Messe der Gamingindustrie, die am Freitag in Los Angeles zu Ende gegangen ist.
Hat auch der eine oder andere Spieleentwickler nicht mit revolutionär neuen Games punkten können, so haben zumindest alle durch Videowalls, Lasershows oder Bassgewitter überzeugt.
Lichtblitze dringen aus dem Showroom, ein vibrierender Soundteppich breitet sich über die Hallen: so präsentiert sich dem Besucher die Electronic Entertainment Exposition, in der sich alles versammelt, was in der Spieleindustrie Rang und Namen hat.
Die E3Überlebensstrategie Auffallen
Hier kommt nur durch, wer auffällt. Neben den obligatorischen Video-. und Audioeffekten punkten die Soft- und Hardwarespezialisten mit Skateboardshows, Metal-Konzerten, DJs, Verlosungen und Giveaways - und natürlich mit den wahren Stars dieser Shows: Babes, die durch die Besuchermassen schweben und die Aufmerksamkeit auf die jeweilige Firma lenken sollen.
Die FuZo-Bilder zur Messe
Der Aufgang zu einem der Showrooms.
Ein - echter - mit Boden-Luft-Raketen bestückter Panzer.
Nur hohe Banner überragen das Geschehen.
Der Infogrames-Stand.
Die Demoversion von UT 2003. Wer spielen will, muss sich hinten anstellen.
Werbung für Simcity 4.
Der Nyko-Controller kühlt mit 2 Lüftern die schweissnassen Gamerhände.
Ein Überblick aus der 2. Etage des Xbox-Standes.
Ein Finale non furioso
Ein Kontrapunkt hingegen das Ende der Messe: Stillos und abrupt fällt der Messebetrieb in sich zusammen. Zusammen mit den letzten Besuchern wandern auch schon die ersten Messestände zum Ausgang.
Grelles Hallenlicht verkündet die Sperrstunde, die Videowalls erlöschen, die Kakaphone ebbt ab: innerhalb einer Viertelstunde haucht der Entertainmentgigant, den die Industrie in gemeinsamer Anstrengung für drei Tage geschaffen hat, sein Leben aus.
Zeit ist schließlich Geld: Wer für den Abbau seines Messestandes zu lange benötigt, zahlt extra.
