27.05.2002

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Bildquelle: dt

Neue Troubles für die deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat einen Bericht über neue Pannen bei Telefonrechnungen zurückgewiesen.

Telekom-Chef Ron Sommer meinte in der "Welt am Sonntag", es lasse sich bei 50 Millionen Rechnungen im Monat zwar nicht ausschließen, dass Fehler auftauchen. "Doch ich sage, dass man sich auf die Standarderechnung verlassen kann."

"Der Spiegel" berichtet, die Telekom habe über Monate mit Softwarefehlern bei der Abrechnung von Gesprächen mit der deutschen Inlandsauskunft "11833" zu kämpfen gehabt. Kunden könnten mit ungerechtfertigt hohen Summen belastet worden sein, weil Verbindungen nicht oder zu spät beendet worden seien.

Mehrwertnummern

Nach bestimmten Kriterien würden auffällige Verbindungen ohnehin gesondert geprüft, erläuterte der Telekom-Sprecher weiter. Wie diese "gesonderte Prüfung" verläuft und nach welchen Kriterien sagte er allerdings nicht honzu.

Die deutsche Bundesregierung wiederum denkt nach einem Bericht des "Focus" über ein Preislimit für 0190er-Nummern nach, um Betrügern das Handwerk zu legen.

"Wir erwägen die Einführung einer Obergrenze", sagte der Staatssekretär im deutschen Verbraucherschutzministerium, Alexander Müller. Mit der Änderung müssten Anbieter von 0190er-Nummern nachweisen, dass sie zu Recht Geld vom Kunden verlangen.

Laut "Spiegel" nähren neue Auswertungen der Meckenheimer Einkaufsgemeinschaft Communitel Zweifel an der Zuverlässigkeit der Telekom-Rechnungen. Das Unternehmen, das sich mit der Telekom in einem Rechtsstreit befinde, habe rund 100 Millionen Gesprächsdatensätze analysiert. Danach gebe es bei rund 20 Millionen Datensätzen "Fehler und Auffälligkeiten".