Musikindustrie reagiert auf "Filzstift"-Hack
Schon vor drei Wochen wurde bekannt, dass sich der Kopierschutzmechanismus "key2audio" von Sony für Audio-CDs mit einem einfachen Filzstift überlisten läßt..
"Die Filzstift-Methode ist so banal, dass wir darauf erstmal gar nicht gekommen sind", kommentiert jetzt der Kopierschutzbeauftragte von Sony Music Deutschland, Erik Hoffmann.
Nachdem die Filzstift-Variante den Experten von Sony bereits Ende Dezember 2001 zu Ohren kam, reagierten sie demnach aber sofort:
"Wir haben die zunächst sichtbare Trennlinie [zwischen Musik und korrupten Daten] ganz einfach unsichtbar gemacht." So weiß niemand mehr, wo der Stift anzusetzen ist und "key2audio" ist so sicher wie zuvor angenommen. Zumindest auf den CDs, die von Januar an gepresst wurden.
Filzstift gegen CD-KopierschutzEinbruch ins Reihenhaus
Der deutsche Bundesverband der Phonografischen Wirtschaft [ifpi] reagierte auf die Berichte über den Filstift-Hack unterdessen sehr gereizt:
"Viele Menschen kopieren Musik, statt sie zu kaufen, während offenbar diese Zeitschriften das Thema für sich selbst als Möglichkeit zur Umsatzsteigerung entdeckt haben", sagt Verbandsvertreter Michael Karnstedt. "'Schöner Wohnen' schreibt ja auch nicht, wie man am besten in ein Reihenhaus einbricht", ergänzt der Verbandsvorsitzende Gerd Gebhard.
