25.05.2002

SPIEL & KRITIK

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Die Rückkehr der Prügelspiele

Prügelspiele waren gegen Ende des letzten Jahrtausends ein äußerst beliebtes Genre. Reihen wie "Tekken" oder "Mortal Kombat" zogen Gamer reihenweise in ihren Bann.

Mittlerweile ist es eher still geworden um die "Beat ¿em Ups", wenn auch immer wieder neue Folgen beliebter Serien erscheinen. Neueste Ausgabe ist "Virtua Fighter 4" [VF4] für PS2, die Umsetzung des Spielhallenklassikers von Sega. Die fuZo hat VF4 "Dead or Alive 3" [DOA3] für die Xbox gegenübergestellt.

Während DOA3 optisch gefälliger ist, bietet VF4 mehr Möglichkeiten im Gameplay. Beide sind ausreichend steuerbar, vorausgesetzt man kann sich mit dem unhandlichen Xbox-Controller anfreunden.

Bis der Daumen glüht

In den Grundzügen sind die Spielmodi vergleichbar. Bei beiden Spielen gibt es Endgegner, wobei DOA3 unbegrenzte Wiederholungen erlaubt, bei VF4 hingegen ist nach einem Versuch Schluss. Bei den anderen Gegner kann nach dem Scheitern innerhalb eines Zeitlimits weitergespielt werden.

Während DOA3 einen sinnleeren Zuschauermodus bietet, kann in VF4 eine eigene A.I. [Künstliche Intelligenz] trainiert werden. Im Replay kann man der A.I. Tipps geben, loben oder kritisieren und sie damit besser machen.

DOA3 bietet in manchen Szenarien Kämpfe auf mehreren Ebenen an; wird ein Gegner vom Plateau gestoßen geht es auf der unteren Ebene weiter. Bei den Optionen ist da wie dort vergleichbares einstellbar wie Rundenanzahl, Schwierigkeitsgrad oder Rundenzeit.

Optische Details

DOA3 ist gefälliger fürs Auge als VF4. Die Kämpfer sind detailliert, die Umgebung weit einsehbar und mancher Effekt schirmfüllend. Das Wasser und der Boden spiegeln getreu wider, tiefe Spuren werden im Schnee gezogen und so mancher Eiszapfen zerbirst in tausend eindrucksvolle Teile.

Die Schlussfilme der Figuren im Storymodus erzählen einen Teil ihrer Geschichte und sind aufwendig gemacht.

Bei VF4 sind die Figuren kantiger und die Umgebung weniger detailliert. Die Spuren im Schnee sind auch hier effektvoll, die Lichteffekte erscheinen manchmal naturnaher.

Der Sound ist bei beiden entsprechend. Auf harte Schläge folgen harte Laute. Diese sind jeweils in japanisch oder englisch gehalten, bei DOA3 übersetzt, bei VF4 ganz ohne Untertitel.

Austauschbare Szenarien

Die Szenarien sind teilweise sehr ähnlich. VF4 bietet mit 13 Szenarien drei weniger als DOA3, bei beiden Spielen gibt es hohe Interaktivität mit der Umwelt. So kann ein Zaun eingetreten, ein Eiszapfen zerschmettert oder ein Loch in den Boden geschmettert werden.

Bei den Kämpfern hat DOA3 auch mehr zu bieten, mit 16 ebenfalls drei mehr als VF4. Die zahlreichen Frauen in DOA3 sind anatomisch eindrucksvoll gebaut, worauf in VF4 weniger Augenmerk gelegt wurde. Die Anzahl der Kampfstile ist fast gleich, DOA3 hat 13 und VF4 zwölf.

Das Handling der Figuren bedarf einiger Übung. Die Tastenkombinationen sollten ausreichend geübt sein bevor der finale Kampf ansteht. Das Training ist in VF4 reichhaltiger, auch die Tastenkombinationen erscheinen memorabler.