25.05.2002

COPYRIGHT

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Musikindustrie verklagt nun Audiogalaxy

Die Recording Industry Association of America [RIAA] setzt ihre Klageserie gegen Online-Tauschbörsen fort.

Jetzt soll auch die Tauschbörse Audiogalaxy wegen Verstößen gegen Copyright-Richtlinien vor Gericht kommen.

Der Tauschbörse aus Austin, Texas wird vorgeworfen "vorsätzlich und absichtlich" Millionen von Usern zu motivieren und es ihnen zu erleichtern, urheberrechtlich geschützte Werke von Künstlern zu kopieren und auszutauschen.

"Selbst ein blutiger Anfänger hätte das besser machen können"

Die RIAA und die National Music Publishers Association, die am Freitag Klage eingereicht haben, behaupten dass Audiogalaxy, mit über 15 Millionen registrierten Usern, ein noch schädigenderes System benutzen als die Tauschbörse Napster, die die Musikindustrie im letzten Jahr erfolgreich verklagt hatte.

Audiogalaxy setzt zwar bereits seit Mitte 2001 Filter zum Schutz kopiergeschützter Musiktitel sein. Vor dem New Yorker Bezirksgericht bezeichneten nun Vertreter der RIAA diese Filter als vollkommen wirkungslos.

"Wenn sie uns die Leistungsfähigkeit ihrer Filter beweisen könnten, wären wir nicht hier," erklärt der Vize-Präsiednt der RIAA, Matt Oppenheim. "Selbst ein blutiger Anfänger im Programmieren hätte das besser machen können."

30 Millionen Downloads

Audiogalaxy ist einer der ältesten Napster-Klone und erfreut sich immer noch größter Beliebtheit.

Nach Angaben von Download.com wurde die Software über 30 Millionen Mal heruntergeladen.

In den letzten Monat wurde Audiogalaxy zwar von KaZaA überholt, doch viele Fans sind der Meinung, die Tauschbörse biete im Gegensatz zu anderen viele seltene Aufnahmen und Bootlegs.